Stadt Hamm muss zusätzlich gießen

Zu wenig Regen: Pflanzen im Hallohpark leiden stark

Bäume und Sträucher im Hallohpark Bockum-Hövel
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Im Hallohpark ist – wie an anderen Stellen im Stadtbezirk auch – ein zunehmendes Baum- und Pflanzensterben zu beobachten.

Viel Hitze, deutlich zu wenig Regen: Auch in diesem Jahr war das Wetter nicht gerade optimal für Flora und Fauna. Zu sehen war das auch im Hallohpark in Bockum-Hövel.

Hamm - Zwischendurch ist – wie in den beiden Jahren zuvor – die Geinegge trockengefallen. Und auch im Hallohpark und an anderen Stellen im Stadtgebiet machte die Trockenheit den Pflanzen und Bäumen zu schaffen. „Einige Pflanzen sind besonders betroffen und teilweise nicht mehr durch zumutbare Pflege- und Unterstützungsmaßnahmen zu erhalten“, so Stadtsprecher Tom Herberg. Buchen, Birken und Rhododendren seien mit am stärksten betroffen und sterben stellenweise flächig ab. Das sei auch im Hallohpark zu beobachten.

Während generell alle Bäume unter dem Wassermangel im Sommer leiden, kommt bei Buchen noch ein weiteres Problem hinzu: Sie reagieren empfindlich auf Sonneneinstrahlung und bekommen einen Sonnenbrand. Das kann zum Problem werden, wenn beispielsweise ein Baum gefällt werden muss, der durch Trockenschäden zu sehr beeinträchtigt war. „Wenn ein vorher durch einen Nachbarbaum beschatteter Baum freigestellt wird, kann das zu Rindenschäden führen, die dann wiederum diesen Baum ernsthaft gefährden.“ Auch das sei im Hallohpark zu beobachten gewesen.

Die Stadt kann nicht viel anderes tun, als zu gießen. „Wo geeignete Maßnahmen wie zum Beispiel das Wässern noch erfolgversprechend und wirtschaftlich vertretbar sind, wird selbstverständlich alles unternommen, um den Pflanzen und insbesondere den Stadtbäumen das Überleben zu ermöglichen.“ Jungbäume würden von Einsatztrupps gewässert. Unterstützung käme auch durch die bekannten Patenschaften für Bewässerungssäcke. Diese Hilfe sei bei Altbäumen und flächigen Pflanzungen leider nicht im gesamten Stadtgebiet möglich. Hinzu kommt, dass die alten Bäume sich in tieferen Bodenschichten mit Wasser versorgen, sodass gießen nur wenig hilfreich ist.

Geinegge im dritten Jahr in Folge ausgetrocknet

An einer anderen Stelle kann die Stadt noch weniger tun, um der Trockenheit Herr zu werden: Die Geinegge ist nun das dritte Jahr in Folge teils trocken gefallen. „Das ist ein natürlicher Prozess“, so Herberg. Gleichwohl sei es natürlich nicht förderlich für das Gewässer. „Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt.“ Viele Möglichkeiten zur Abhilfe sieht er – auch was andere Gewässer im Stadtgebiet angeht – allerdings nicht. „Das ist ein Prozess, der sich auf natürlichem Wege regulieren muss“, sagt er.

Insgesamt verursache die Trockenheit einigen zusätzlichen Aufwand durch Wässern, Rückschnitt, Fällung/Rodung abgestorbener Pflanzen und der Wildkrautbekämpfung, da letzteres oftmals besser mit der Trockenheit zurechtkomme. „Ersatzpflanzungen wurden vor diesem Hintergrund schon länger möglichst mit trockenheitsresistenten Pflanzen durchgeführt.“

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