Feier am 20. Oktober geplant

Hamm ist 100. „Fairtrade-Stadt“ Deutschlands

HAMM - "Faire" Entscheidung: Nach mehr als zweimonatiger Prüfung hat der Verein TransFair der Stadt Hamm den Titel als "Fairtrade-Town" zugesagt. Der entsprechende Brief des Vereins ging in diesen Tagen im Büro des Oberbürgermeisters ein.

"Auch wenn schon relativ klar war, dass wir die Kriterien erfüllen, freue ich mich sehr, dass es jetzt definitiv ist", sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Ein großes Lob gebühre allen Beteiligten und Unterstützern: vom Verein "FUgE" (Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung) als Initiator über die Schülen bis hin zur Gastronomie und dem Einzelhandel. Mit der positiven Nachricht von TransFair steht der offiziellen Auszeichnung von Hamm als "100. Fairtrade-Town in Deutschland" nichts mehr im Weg.

Die Urkunde soll im Rahmen einer Feier mit umfangreichen Rahmenprogramm am 20. Oktober überreicht werden. Als Moderator angefragt worden ist Joachim Krol, "Tatort"-Kommissar und Botschafter des Netzwerks "Faire Metropole Ruhr".

Um 11 Uhr soll er an der Martin-Luther-Kirche Hamm die Gäste begrüßen und die Veranstaltung anschließend moderieren. Nach Grußworten von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Wolfgang Langer, Kaufhof-Geschäftsführer und Sprecher der Steuerungsgruppe Hamm, wird das Helios Theater das Theaterstück "Du hast es in der Hand" aufführen. Das Thema: Jemand kauft sich im Supermarkt eine Tafel Schokolade. Genau so wie es jeden Tag tausendfach passiert. Was an diesem Tag anders läuft und warum es mit fair gehandelten Produkten zu tun hat, wird im Stück erzählt. Es greift die Handlung eines prämierten Kurzfilms auf, der unter www.recafair.de/du-hast-es-in-der-Hand anzusehen ist. Um 12 Uhr wird dann Andreas Peppel, Vertreter von TransFair und des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland, die Urkunde überreichen.

Der Titel "Fairtrade-Stadt" wird für zunächst zwei Jahre vergeben. Dann steht eine erneute Prüfung durch TransFair auf dem Programm. Um den Titel "Fairtrade-Stadt" zu erhalten, musste Hamm verschiedene Kriterien erfüllen und dies auch genau belegen. So bieten 38 Hammer Einzelhandels-Geschäfte Fairtrade-Produkte an, 18 Cafes und Restaurants haben sie auf der Karte, 15 Schulen, zwei Vereine und 18 Kirchen schenken Fairtrade-Produkte aus. Ein weiteres Kriterium war die Gründung einer lokalen Steuerungsgruppe und ein Beschluss der Stadt Hamm, bei allen Sitzungen der Ausschüsse, des Rats und im Büro des Oberbürgermeisters Fairtrade-Kaffe und ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden.

Inzwischen ist die Stadt weit über diesen Beschluss hinaus gegangen: In der gesamten Stadtverwaltung kann nur noch fair gehandelter Kaffee bestellt und verwendet werden. Marcos da Costa Melo, Geschäftsführer des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung, hofft, dass diesem positiven Beispiel noch mehr Menschen folgen. Die Verleihung des Titels solle keinesfalls einen Abschluss bilden: "Wir werben weiter dafür, dass sich noch mehr Einzelhändler und Gastronomen, aber insbesondere auch Sportvereine für TransFair-Produkte entscheiden und freuen uns über jeden Unterstützer", betont da Costa Melo. - WA

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