Aus Frust: Häftling zündet  Zelle in der Hammer JVA an

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Ein Marokkaner hat seine Zelle in der Hammer JVA angezündet.

HAMM - Ein 28-jähriger Untersuchungshäftling hat am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr in der Hammer Justizvollzugsanstalt versucht, seine Zelle anzuzünden. Der schon mehrfach als Randalierer aufgefallene Marokkaner handelte offenbar aus Frust, weil ihm zuvor eine Tabakausgabe verwehrt worden war.

Daraufhin zündete der seit dem 9. April in Hamm Inhaftierte seine Kleidung an. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Verletzt wurde niemand, da das Feuer schnell entdeckt und von Mitarbeitern und der ebenfalls nur wenige Minuten später eingetroffenen Feuerwehr gelöscht werden konnte. Der Sachschaden ist gering; lediglich die Kleidung wurde zerstört.

Der 28-Jährige war ursprünglich in Süddeutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Zuletzt war er in einer Asylunterkunft im Arnsberger Raum untergebracht. Dort soll er mit einer Eisenstange auf jemanden losgegangen sein, weshalb ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn eingeleitet und Untersuchungshaft angeordnet worden war.

Wegen seiner Ausfälle war der Mann in der Hammer JVA bereits seit zwei Wochen in einer speziellen Zelle untergebracht, in der nur ein Bett und Sanitäranlagen aus Edelstahl vorhanden sind. Matratze und Bettzeug sind dort schwer entflammbar. Nach dem Zwischenfall von Donnerstagabend wird er nun in eine andere JVA verlegt werden, kündigte Anstaltsleiter Rolf Silwedel an. Aktuell sind in Hamm 174 Männer inhaftiert, gut 100 von ihnen sind Untersuchungshäftlinge.

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