Gustav-Lübcke-Museum: Interims-Direktor will mehr Besucher gewinnen

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Das Gustav-Lübcke-Museum wurde 2015 wiedereröffnet.

Hamm -  Das Gustav-Lübcke-Museum wird auch nach dem Ausscheiden von Direktorin Friederike Daugelat konsequent auf dem Kurs der Neuausrichtung bleiben. „Wir haben uns nach der Neueröffnung erfolgreich wieder zurückgemeldet unter den 20 Ruhrkunstmuseen. Und wir haben noch Potenzial, das wir konsequent erschließen wollen,“ sagte Ulrich Weißenberg auf WA-Anfrage und gab damit die weitere Ausrichtung vor. Der Fachbereichsleiter Kultur bei der Stadt Hamm wurde von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann bis zum Antritt eines Nachfolgers für Daugelat mit der kommissarischen Leitung des Lübcke-Museums betraut.

Weißenberg hat eine klare Vorstellung davon, wie er der Hammer Kultureinrichtung zu mehr Beachtung, insbesondere in Hamm, verhelfen will. Die neu konzipierte Ausstellung zur Hammer Stadtgeschichte soll in Schulen und Weiterbildungseinrichtungen stärker beworben, das Museumsforum häufiger mit Konzert- und Kulturveranstaltungen belegt werden. Der reichhaltige Fundus im Magazin des Museums soll mit mehreren kleinen Ausstellungen pro Jahr zusätzliches Publikum anlocken.

Auch die Politik werde einen Beitrag leisten müssen, um die Millioneninvestitionen in die bauliche und technische Ertüchtigung des Museums nachhaltig zu sichern. „Ganz ohne festen Etat für Sonderausstellungen kann das Museum seinen Auftrag nicht erfüllen“, sagte Weißenberg. Er fordert deshalb einen finanziellen Grundstock in Höhe von 150 000 Euro pro Jahr, der durch Sponsorengelder und Stiftungsmittel verdoppelt werden soll.

Das vierjährige Wirken Daugelats wertet Weißenberg als „großen Erfolg“ und „Quantensprung“ für das Lübcke-Museum. „Unter ihrer Leitung wurde das Museum baulich ertüchtigt und alle Daueraustellungen in zeitgemäßer und ansprechender Form neu konzipiert. Mit den beiden Sonderausstellungen ‘Sehnsucht Finnland’ und ‘Hightech Römer’ hat Daugelat das Haus wieder überregional positioniert“, sagte Weißenberg. Auch die Besucher seien wieder zurück. Innerhalb eines Jahres wurden mehr als 41 000 Besucher gezählt.

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