Betrieb zwei Jahre eingeschränkt

Lübcke-Museum wird für fünf Millionen Euro saniert

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Stadtbildprägend und für seine Architektur ausgezeichnet ist das Hammer Gustav-Lübcke-Museum. Das Dach ist nach 19 Jahren wegen Wassereinbrüchen sanierungsbedürftig. Außerdem werden tonnenschwere Klimaaggregate auf dem Dach installiert.

HAMM - Preisgekrönt, 20 Jahre jung und dennoch sanierungs- und modernisierungsbedürftig: Der Neubau des Gustav-Lübcke-Museums weist so erhebliche Baumängel auf, dass die Stadt als Eigentümerin jetzt tief in die Tasche greifen muss, um die Bausubstanz zu erhalten.

Zugleich sollen die klimatischen Voraussetzungen geschaffen werden, um in Zukunft wieder Top-Ausstellungen in Hamm präsentieren zu können. Summa-Summarum schlägt das mit 5,1 Millionen Euro zu Buche. Das Flachdach ist an vielen Stellen undicht, die Heizungsanlage muss ertüchtigtig werden und bei der Gelegenheit soll dann endlich eine Klimaanlage für die beiden Wechselausstellungsraum eingebaut werden.

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„Das muss gemacht werden, sonst kann man in dem Haus keinen ordentlichen Museumsbetrieb mehr aufrecht erhalten“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann auf WA-Anfrage. „Die Existenz des Gustav-Lübcke-Museums hängt daran.“ Die Hände in den Schoß zu legen, würde zwangsläufig ein „Sterben auf Raten“ bedeuten. „Unser Museum mit seiner Sammlung ist dazu viel zu wertvoll“, so das Stadtoberhaupt. Nicht zuletzt gewährleiste die weit über die Stadtgrenzen angesehene Kultureinrichtung auch ein Stück oberzentrale Funktion für Hamm, die er ebenfalls erhalten wolle.

Die Verwaltung habe ihre ganze Kreativität eingebracht, um das teure Vorhaben trotz aller Sparzwänge und überschuldetem Haushalt überhaupt stemmen zu können. Ein Finanzierungsweg sei aber nun gefunden, den er jetzt dem Rat und seinen Fachausschüssen vorlegen werde. Unter anderem werde die Stadt ihre 50,2 Prozent Anteile am Krematorium verkaufen und den Reinerlös in Höhe von einer Million Euro in die Sanierung des Museums einbringen, so der OB.

Die erforderlichen Bauarbeiten sind derart umfangreich, dass sie sich bis zum Jahr 2014 erstrecken werden. Der Museumsbetrieb wird während der Bauphase nur sehr eingeschränkt aufrecht erhalten. „2015 soll es dann eine Neueröffnung mit einer publikumsträchtigen Wechselausstellung. geben“, so der OB. - Detlef Burrichter

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