Museum unter kommissarischer Leitung

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Museumsdirektor Dr. Daniel Spanke ist erkrankt.

Hamm - Das Gustav-Lübcke-Museum steht erneut unter kommissarischer Leitung. Kulturfachbereichsleiter Ulrich Weißenberg führt das Haus, weil Museumsdirektor Dr. Daniel Spanke bereits seit längerem und noch auf unbestimmte Zeit erkrankt ist. Ein Ausstellungsloch werde es durch den Ausfall Spankes nicht geben, sagte Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage unserer Zeitung.

Gleichwohl ist ungewiss, ob oder in welcher Form einige der geplanten Ausstellungen umgesetzt werden können. Weißenberg hatte das Gustav-Lübcke-Museum schon einmal kommissarisch geleitet, nachdem die frühere Direktorin Dr. Friederike Daugelat zum 1. Januar 2017 zum LWL nach Münster gewechselt war. Ende Mai 2017 stellte die Stadt dann Spanke als Nachfolger vor, am 1. September trat er seinen Dienst an. 

Während ein Teil der geplanten Ausstellungen gesichert und eingekauft ist, steht hinter anderen ein Fragezeichen. Ab dem 22. Juli erhalten Künstler aus Hamm und der Region die Möglichkeit, sich bei „Hier und jetzt“ im Oberlichtsaal zu präsentieren. Dabei wird auch der Kunstpreis der Stadt Hamm vergeben. Betreut wird die Schau von Dr. Diana Lenz-Weber. Gesichert ist auch die Eiszeit-Safari als Mitmachausstellung ab Dezember 2019, ebenfalls im Oberlichtsaal. Die Übernahme der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim wurde noch in der Daugelat-Ära vereinbart. 

Ein Fragezeichen stehe hinter der Ausstellung des Klever Künstlers Günther Zins, so der Stadtsprecher. Er sollte ab dem 25. November im Oberlichtsaal seine Edelstahlarbeiten unter dem Titel „Klare Kante“ zeigen. Nicht minder klein ist offenbar das Fragezeichen hinter der Schau „Im westfälischen Himmel“, in der Spanke Kulturgeschichte auf kulinarische Weise aufbereiten wollte. Dazu waren auch Kooperationen mit Produzenten angedacht. „Es stellt sich die Frage, inwieweit die Ausstellung vom Personal her umsetzbar ist“, sagte der Stadtsprecher. 

Überlegungen gebe es, das Ausstellungsprojekt mit Werken der drei Viegener-Brüder, das ab Sommer ab Sommer 2019 laufen sollte, vorzuziehen und auszubauen. Nach der ursprünglichen Planung sollten im Studio in Kooperation mit dem Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Bilder des Hammer Fotografen Josef Viegener und im S-Flügel Kunstwerke seiner Brüder Eberhard und Fritz gezeigt werden.

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