Heftige Folgen von Sturmtief "Sabine"

Hammer Gruppe im Haus am Meer auf Wangerooge „gefangen“

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Die Wellen der Sturmflut vom 10. Februar haben Harlehörndüne im Westen von Wangorooge stark abgespült. Hinter der Düne verläuft die Bahnlienie vom Fähranleger ins Dorf. Im Hintergrund der Westturm, der in der Nähe des "Haus am Meer" liegt.

Der Wintersturm hat auf der Nordseeinsel Wangerooge schwere Schäden angerichtet. Vergleichsweise glimpflich davongekommen ist das „Haus am Meer“, das Generationen von Hammer Schülern von ihren Schultörns kennen.

Wangerooge/Hamm - Während der Hauptstrand Wangerooges im Osten auf rund einen Kilometer Länge weggespült worden und eine bis zu zwei Meter hohe Abbruchkante entstanden ist, hielt das erneuerte Deckwerk im Westen am „Haus am Meer“ der tosenden See stand. „Hier und am Haus sind keine Schäden entstanden“, sagt Armin Corbe, ehemaliger Lehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, der das Wochenende mit einer Gruppe der Handwerkerschützen Norddinker im „Haus am Meer“ verbrachte.

Eigentlich sollte die Fahrt der Schützen nur von Freitag bis Sonntag dauern, doch „Sabine“ sorgte dafür, dass der Ausflug in die Verlängerung gegangen ist. Corbe ist noch immer auf der Insel und hofft, dass er am Donnerstag eine Fähre nach Harlesiel nehmen kann. Bis einschließlich Mittwoch ist der Schiffsverkehr eingestellt.

„Der Seegang ist sehr hoch“, so Corbe. Was übers Meer nicht geht, wird jetzt in kleinen Gruppen auf dem Luftweg geregelt: Erste Mitglieder der insgesamt 18-köpfigen Schützengruppe verließen die Insel inzwischen per Flugzeug. Corbe selbst, der immer wieder Gruppenfahrten ins Schullandheim organisiert, will ausharren, bis die Fähren wieder fahren. „Wir sind hier gut versorgt“, sagt er.

Viel Geld aus Hamm für das Haus am Meer

Betrieben wird das Haus vom Verein der Freunde des Schullandheims „Haus am Meer“ auf Wangerooge Hamm. Nach eigenen Angaben hat der Verein von 1993 bis 2019 rund eine Million Euro in die Sanierung des Hauses und seine Einrichtung investiert. Hinzu kommen noch einmal 370.000 Euro für den Erwerb des Hauses Anne (Personal- und Ferienwohnungen), sowie 175.000 Euro für die Erneuerung des Sportplatzes samt Umzäunung.

Im Dezember 2013 hatte ein heftiger Sturm das Dach des Hauses in Teilen abgedeckt. In Hamm hat "Sabine" weniger dramatische Spuren hinterlassen.

Indes droht am Wochenende ein weiterer Sturm im Norden und Westen Deutschlands. Wie stark er NRW treffen wird, ist aber noch unklar.

Wellen der Sturmflut vom 10. Februar haben die alte Strandmauer am Nord-/Ostufer freigelegt. Die Abbruchkante ist hier bis zu sechs Meter hoch.

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