Zunahme hat nichts mit Zuwanderungswelle zu tun

Neue Grundschüler: 130 Mal Anmeldetermin verschwitzt

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Hamm - An den 27 Hammer Grundschulen wird im kommenden Schuljahr wieder reger Betrieb herrschen. Doch die betroffenen Elternhäuser müssen aktuell nicht mit einer Ablehnung an ihrer Wunschschule rechnen.

1561 Jungen und Mädchen wurden – so der Stand am vergangenen Freitag – als Erstklässler für das Schuljahr 2019/20 angemeldet, also 90 mehr als aktuell im ersten Schuljahr unterrichtet werden. Tatsächlich fehlen in dieser Liste aber noch rund 130 weitere Kinder, weil deren Eltern in der vergangenen Woche den ersten Anmeldetermin verschwitzt haben.

Mit am Ende 1690 i-Männchen wird im kommenden Schuljahr also in Summe eine mittelgroße Grundschule mehr zu beschulen sein. Angesichts des erheblichen Lehrermangels im Primarbereich wird dies vermutlich keine leichte Aufgabe. Die Stadtverwaltung hat bei der personellen Ausstattung wenig Einfluss. „Ausschlaggebend sind allein die Stellenpläne, die von der Bezirksregierung geführt werden“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg.

Es werden wieder normale Zahlen erreicht

Der Anstieg um 220 i-Dötze hat laut Stadtverwaltung auch nichts mit der Zuwanderungswelle in den Jahren 2015 und 2016 zu. Der aktuelle i-Männchen-Jahrgang (geboren in 2011/12) sei ungewöhnlich geburtenarm gewesen. Im kommenden Schuljahr sei wieder eine für Hamm normale Zahl bei den Schulstartern festzustellen.

Aktuell müssten keine Elternhäuser befürchten, dass ihr Kind nicht an der ausgewählten Wunschschule einen Platz erhalte. Das könne sich aber noch ändern, wenn Ende November die Anmeldelisten komplett seien. Erst dann könne man verlässliche Aussagen treffen, hieß es aus dem Rathaus.

Klassen-Obergrenze liegt bei 29 Kindern

Die Obergrenze für die Bildung einer Grundschulklasse liegt bei 29 Kindern. Ab 30 Kindern wird in 26er Schritten weiterverfahren (also bis 56 Schüler = 2 Klassen, bis 82 Schüler = 3 Klassen). Damit aber nicht genug: Stadtweit darf ein Schnitt von 23 Schülern pro Klasse nicht unterschritten werden. Dies ist eine Vorgabe der Landesregierung.

Grundsätzlich herrscht in Hamm an den Grundschulen freie Schulwahl. Man muss sich also nicht zwingend für die nächstgelegene entscheiden. Bei einer Überbelegung leitet die Schule ein Auswahlverfahren ein.

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