Kritik am Vorgehen gegen Südener Kleingärtner

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Die Grünen wollen die Kleingartenanlage Am Beisenkamp unbedingt erhalten

Hamm-Süden - Die Grünen sind auf der Seite der Gärtner. Sie kritisieren das Vorgehen der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) gegenüber dem Kleingartenverein „Am Beisenkamp“. Die Kleingärtner müssten ihre Gärten auch weiterhin bewirtschaften können.

Es sei verwunderlich, dass die Probleme um die Grenze des Bima-Baugebietes „Auf dem Beisenkamp“ nicht schon bei Aufstellung und Beschluss des Bebauungsplanes erkannt worden seien, so die Grünen. Die Bima hatte nach Vermessungsarbeiten moniert, dass die Kleingärten in das Baugebiet hineinragen und die Stadt als Grundeigentümerin der Kleingartenfläche aufgefordert, die Grundstücksgrenzen und die gesetzlichen Abstandsflächen wieder herzustellen. 

Dafür müssen nun allerdings praktisch alle Kleingärtner-Hütten abgerissen werden. Die Stadt hatte dabei immerhin Entgegenkommen signalisiert. Die Grünen fragen sich, warum die Probleme erst jetzt publik geworden sind? Die Bima hatte die Stadt bereits 2017 angesprochen, die Verwaltung habe es dann aber unterlassen, die Bezirksvertretung Mitte zu informieren. 

Die Kleingärtner, deren Parzellen in das Baugebiet Am Beisenkamp ragen, müssen sich neue Erholungsgebiete suchen

Da in dem Gremium regelmäßig Sachstandsberichte zum Baugebiet „Auf dem Beisenkamp“ gegeben würden, fühle man sich von der Verwaltung nicht ernst genommen, so die Grünen weiter. Der Interessenkonflikt habe wohl intern gelöst werden sollen. Die versäumte Information solle in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte nachgeholt werden. 

Wichtig sei, dass die bisherigen Pächter auch weiterhin ihre Kleingärten bewirtschaften können, erklären Künzel und Ruthe. Es sei aberwitzig, Urban-Gardening-Projekte im Erlebensraum Lippeaue fördern zu wollen, aber bestehende Initiativen in der Innenstadt einzuschränken.

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