"Ein schlechter Aprilscherz"

FDP und Grüne sehen wenig Hoffnung für den Haltepunkt Westtünnen 

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Die Planungen für den Haltepunkt Westtünnen samt Zufahrtstraßen. Die Dambergstraße soll verlängert werden und in einem Kreisverkehr auf die Von-Thünen-Straße treffen. Dorthin wird auch der Südfeldweg geführt. Aus dem Bahnübergang wird eine Unterführung. Zum Vergrößern oben rechts klicken.

Westtünnen - Das Mega-Projekt Haltepunkt Westtünnen beschäftigt einmal mehr die Hammer Stadtverwaltung. Die Planungen werden konkreter, aber auf ein reales Baustart-Datum will sich niemand festlegen.

Eins ist jedoch sicher: Der Neubau der Sparkasse im Dreiländereck zwischen Berge, Rhynern und Westtünnen wird vorher erfolgen, und zwar erhebliche Zeit vorher. „Wir erwarten von der Stadtverwaltung, dass sie eine Anbindung Westtünnens an das Dreiländereck nicht an den Haltepunkt koppelt, sondern bereits vorher schafft“, fordern die grünen Bezirksvertreter Ulrich Kroker und Andrea Pfeifer.

Ein Haltepunkt bringe dem Bezirk klare Vorteile. Aber 40 Jahre lang davon zu träumen und gleichzeitig den Abbau von Infrastruktur in Westtünnen zu zulassen, bringe den Bezirk nicht weiter. „Wir bitten die Stadtverwaltung, hier mit offenen Karten zu spielen und darzulegen, wie sie sich die weitere Entwicklung unseres Bezirks vorstellt“, regen Andrea Pfeifer und Ulrich Kroker erneut an

Hat das lange Warten auf den Bahnhof in Westtünnen bald ein Ende?

„Das soll wohl ein verspäteter Aprilscherz sein!“ So reagiert FDP-Bezirksvertreter Udo Reins auf die Pläne zum Haltepunkt Westtünnen. „Angeblich soll es neue Hoffnung für den Haltepunkt geben“, so Reins. „Aber bei genauerem Hinschauen fällt auf: Diese Hoffnung beschränkt sich darauf, dass die Stadt Hamm nach ein paar Jahrzehnten endlich einen festen Ansprechpartner bei der Bahn für das Thema hat.“ So wenig wichtig nehme die Bahn selbst den Haltepunkt. „Dass die Stadt den neuen Ansprechpartner als Hoffnungsschimmer verkauft, zeigt nur, wie wenig sie von Anfang an in der Hand hatte“, sagt Reins.

Es sei kaum nachvollziehbar, dass hier überhaupt von einem „Projekt“ geredet werde. Denn ein Projekt habe einen Projektstart und einen zuständigen Projektmanager. „Es nützt der Stadt nichts, dass sie die Planungen übernommen hat, wenn die Bahn nicht will. Und dass sie nicht will, dafür ist die Sache mit dem Ansprechpartner ein deutliches Zeichen“, so Reins

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