Grüne kritisieren Vorgehen bei der Planung des Alleenradweges

Seit Jahren endet der Radweg „In der Hasenvöde“ an der Stadtgrenze zu Bönen. Schon bald könnte ein weiterer Wegweiser hinzukommen und Richtung Kump und Welver zeigen. ▪
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Seit Jahren endet der Radweg „In der Hasenvöde“ an der Stadtgrenze zu Bönen. Schon bald könnte ein weiterer Wegweiser hinzukommen und Richtung Kump und Welver zeigen. ▪

RHYNERN ▪ Die Vorarbeiten beginnen, bevor es einen Ausbauplan und einen Beschluss gibt. Das sorgt bei der Grünen-Ratsfraktion für Verärgerung. „Da werden wieder Fakten geschaffen. Was und warum sollen wir dann noch beschließen?“, fragt Grünen-Ratsherr Volker Burgard angesichts der Ankündigung der Stadtverwaltung, bis Monatsende die Rodungen auf der ehemaligen Bahntrasse an der südlichen Stadtgrenze abgeschlossen haben zu müssen, um mit dem Bau des Radweges noch dieses Jahr beginnen zu können.

Die Offenlegung der Detailpläne für den Ausbau des Radweges zwischen der Stadtgrenze zu Bönen und Welver sowie die Informationspolitik der Stadtverwaltung zum geplanten Alleenradweg bezeichnet er als eine „Farce“. Der Hoffnung, den vor allem bei Umweltverbänden und der Jägerschaft umstrittenen Weiterbau noch aufhalten zu können, hat er sich nicht hingegeben. Doch zur Rodung der Bäume und Beseitigung der Büsche hätten die Grünen gern noch Stellung genommen. Die nächste Ratssitzung ist aber erst im März.

Die Grüne-Ratsfraktion erinnert in diesem Zusammenhang, wie zuvor schon die Bezirksfraktion der Grünen, an den Grundsatzbeschluss zum Alleenradweg von Mitte Dezember 2010. Darin hieß es: „Weitere Detailplanungen werden den politischen Gremien gesondert zur Beratung und zum Beschluss vorgelegt.“

Mit dem jetzigen Vorgehen der Verwaltung entstehe der Eindruck, die Sitzungstermine der Gremien beziehungsweise die Fristen für Rodungsarbeiten seien der Verwaltung gänzlich unbekannt, erklärt Burgard. „Wenn ich die Politik beteiligen will, habe ich die Beschlussvorlage rechtzeitig vorliegen.“

Die Grünen unterstellen den Verantwortlichen, erst gar keinen weiteren Widerspruch oder Widerstand aufkommen lassen zu wollen. Es werde erst vor Ort gesichtet und gerodet, und die Politik erfährt davon zufällig aus der Zeitung, meint Burgard. „Und damit das Prestigeprojekt der alten Landesregierung, sekundiert von der örtlichen Stadtregierung noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht.“

Die Auslegung des Ausbauplans bis nächste Woche Montag bezeichnen die Grünen als eine weitere Nebelkerze, „um eine Pseudo-Transparenz vorzugaukeln“. Die Grünen haben nach der Einsichtnahme den Eindruck, dass der Radweg auf „jungfräulichem Terrain“ gebaut werden solle. Sie vermissen einen Hinweis auf zu fällende Bäume, auf Ausgleichspflanzungen und eine schriftliche Erläuterung. ▪ ha

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