„Inspirierende Tour" der Grünen

Viele Mängel an Herringer Radwegen

Die Hafenstraße ist aus Sicht der Grünen alles andere als fahrradfreundlich.
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Die Situation für Radfahrer auf der Hafenstraße „erschütterte“ die Teilnehmer der Grünen-Radtour.

Radler in Herringen haben es nicht leicht. Viele Radwege befinden sich in einem verbesserungswürdigen Zustand.

Herringen –Nach einer Radtour, die das Kandidatenteam der Grünen für die Bezirksvertretung Herringen mit mehreren Alltagsradlern unternommen hat, sprach Spitzenkandidat Dr. Carsten Grüneberg von einer „sehr inspirierenden Tour“.

Schon am Treffpunkt berichtete ein Teilnehmer über den Radweg im Bereich der Kreuzung Dortmunder Straße/Johannes-Rau-Straße (Höhe Penny-Markt) in Westherringen: Der Zustand der Übergänge in den Mehrzweck- streifen in Richtung Sandbochum sei schlecht. Und: Im weiteren Verlauf der Dortmunder Straße blockierten immer wieder Lkw den Mehrzweckstreifen und erschwerten Radfahrern das Leben.

Gleich am Beginn der Tour gab es Kritik an der Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz des Lippe-Carrées, an dem sich erst kürzlich ein Unfall mit Radfahrerbeteiligung ereignet hat. „Durch die Asphaltierung fehlen eindeutige Markierungen für den Fuß- und Radweg“, forderte BV-Kandidat Rüdiger Altberg schnelle Abhilfe, zum Beispiel durch eine Roteinfärbung oder eine Einbahnstraßenregelung.

Radler contra Eltern-Taxis

Sowohl an der Lessingschule als auch später an der Hermann-Gmeiner-Schule wurde intensiv über „rüpelhafe Eltern-Taxis“ diskutiert. Hier müssten, so die Forderung, der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei in regelmäßigen Abständen kontrollieren, um die Eltern zur Einsicht zu bringen.

Für die Verbindung des Stadtbezirks mit der Innenstadt schlugen die Grünen sowohl die Aufwertung der bestehenden Hauptroute über die Lange Straße mit einer frisch markierten Radspur als auch eine südlich der Dortmunder Straße verlaufende südliche Tangente vom Zechenweg entlang des Haldenfußes bis Kissingerhöfen vor.

Die Radwegeoberfläche entlang der Dortmunder Straße und des Herringer Wegs weisen, wie die Grünen feststellen konnten, immer wieder schadhafte Stellen auf, die es schnell zu beseitigen gelte.

Interimslösung für Mitteldeich

Zurück zur Herringer Mitte testeten die Radler den Radweg auf dem Mitteldeich, der als Radschnellweg 1 derzeit in Planung ist. „Auch wenn die Qualitätsstandards wegen der fehlenden Breite nicht einzuhalten sind, ist eine Asphaltierung des groben Schotterweges auch als Interimslösung wünschenswert.“ Entscheidend für die Nutzung des RS1 für die Herringer Radler sei allerdings eine optimale Anbindung und qualitative Aufwertung der Zubringerstrecken. „Derzeit kann der geplante Radweg nur über drei Brücken im Bereich Herringen erreicht werden“, wies BV-Kandidat Rüdiger Brechler auf einen gravierenden Schwachpunkt hin.

Umso wichtiger sei es, die bestehenden Radrouten vom Bezirk in die Innenstadt und die anderen Bezirke auszubauen. Auf der Fangstraße und der Dortmunder Straße böten sich aufgrund des Querschnitts der Straßen „Protected bike Lanes“, also geschützte Radfahrstreifen, an, so Martin Kesztyüs, Kandidat für den Direktwahlkreis 17.

Ein Teilnehmer beklagte auch den jämmerlichen Zustand des Radweges entlang der Kleingartenanlage „Heidefriede“.

Die Situation an der Hafenstraße von der Radbodstraße bis zum Beginn des rotgepflasterten Radweges erschütterte alle Teilnehmer. „An Werktagen ist das Durchfahren dieser Strecke höchstgefährlich durch die vielen parkenden Lkw und dem normalen Auto- und Lkw-Verkehr. „Der Gehweg ist uneben, wird durch Rankgewächse noch eingeengt und oft auch vermüllt!“, meinte ein Alltagsradler.

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