Kritik an Sanierungsstau bei Hammer Radwegen

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Hamm – Die Hammer Grünen kritisieren den Sanierungsstau bei den Radwegen in der Stadt. Eine Antwort aus dem Rathaus dazu nannten sie jüngst „ernüchternd“.

Die Fraktion hatte im Bezirk Mitte Vorschläge für das Radwege-Erneuerungsprogramm eingebracht. An Ahornallee, Wilhelmstraße und Radbodstraße gebe es lange Abschnitte, die dringend saniert werden müssten, so die Grünen.

Angesichts des teilweise schlechten Zustands der Radwege an Hauptverkehrsstraßen sieht Bezirksfraktionsvorsitzender Siegbert Künzel enormen Sanierungsbedarf. Seiner Einschätzung nach wird es aber – nach der Antwort aus der Verwaltung – noch drei bis vier Jahre dauern, bis „der beklagenswerte Zustand der Radwege und maroden Gehwege in Hamm-Mitte und im Westen behoben wird“.

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Nach Auskunft der Verwaltung seien die Mittel für 2019/20 für die Asphaltierung der Adenauerallee und des Radwegs zwischen Münsterstraße und Kornmersch sowie den Ausbau der Verbindungswege Storksbrede – Hohe Brede – Dasbecker Weg in Heessen bereits verplant.

Im Umkehrschluss bedeute das, dass die bisher eingestellten Mittel bei Weitem nicht ausreichten, den Sanierungsstau vor allem an den Fahrradhauptrouten zeitnah zu beheben, resümiert Künzel. „Man kann nur hoffen, dass 2020 nach der Kommunalwahl deutlich mehr in die klimafreundlichen Verkehrsmittel investiert werden kann“, so sein Fraktionskollege Wolfgang Ruthe. Auch die bereits im Oktober 2018 beantragten Verbesserungen an Rad- und Fußwegen zur Schulwegsicherung befänden sich noch in der Prüfungswarteschleife der Verwaltung.

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Künzel kritisiert zudem, dass die Erarbeitung der stadtbezirklichen Nahmobilitätskonzepte, die mit dem Verkehrsbericht 2018 von der großen Koalition beschlossen wurden, ebenfalls nur Zukunftsmusik blieben. Für Fußgängerverkehre lägen keine Daten vor. Es gebe laut Verwaltung weder einen Zeitplan noch eine Priorisierung für die Pläne, die analog der alten Radverkehrskonzepte aus den 90er Jahren entwickelt werden sollen.

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