Große Vandalismus-Schäden: Tennisheim wird abgerissen

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Der Abriss steht bevor: Nach den Sommerferien soll das Tennisheim im Hölzken zurückgebaut werden.

Die Tage des ehemaligen Tennisheims des TC Grün-Weiß Hamm sind gezählt. Es soll zeitnah nach den Sommerferien abgerissen werden. Allzu vieles ist inzwischen ohnehin zerstört.

Lohauserholz – Der benachbarte TuS „Germania“ Lohauserholz-Daberg hat bereits sein Interesse an der Nachnutzung angemeldet. Man wolle, wie Vorsitzender Dirk Havers auf Anfrage erklärte, alle sportlichen Aktivitäten des Vereins am Hahnenbach bündeln und die Anlage an der Barbarossastraße aufgeben.

Entsprechende Überlegungen des Vereins und der SPD gibt es schon seit einigen Jahren, anfangs auch noch unter Einbeziehung des ehemaligen Tennisheims, das durch den TuS weitergenutzt werden sollte. Doch das hat sich mittlerweile erledigt. Denn an dem Gebäude, das seit 2016 leer steht, hätte zum einen das Dach erneuert werden müssen. Kosten: 100.000 Euro. Zum anderen hätten Türen, Fenster sowie die sanitären und haustechnischen Anlagen erneuert werden müssen – verursacht durch Einbruch, Diebstahl und insbesondere Vandalismus. Darüber hinaus hätten, wie die Verwaltung schilderte, Rückstauungen in den Abwasserleitungen mehrfach zu Überflutungen des Kellergeschosses geführt.

Zerstörungen durch Unbefugte gibt es bis heute, trotz wiederholter Kontrollen durch die Polizei und den Kommunalen Ordnungsdienst. Zwar sei zur Sicherung des Geländes ein Bauzaun aufgestellt worden, doch auch der sei wiederkehrend beschädigt worden.

Corona-Pandemie lähmt Gespräche über Nachnutzung

Aus „sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Gründen“ hat die Verwaltung daher den Abriss des Gebäudes sowie den Rückbau der Tennisplätze und der Außenanlagen vorgeschlagen. Kosten: Rund 170.000 Euro. Die Bezirksvertretung Pelkum folgte auf ihrer letzten Sitzung dem Vorschlag, sodass der Abriss des ehemaligen Tennisheims besiegelt ist.

Hinsichtlich der Nachnutzung hatte es bereits Anfang des Jahres Gespräche zwischen dem Verein, der Stadt, der Politik und weiteren Beteiligten gegeben. Aufgrund der Corona-Pandemie seien sie aber ins Stocken geraten, so Havers. Nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg sollen sie in Kürze wieder aufgenommen werden.

Auch Errichtung einer Kita auf Teilfläche denkbar

Neben einer rein sportlichen Nutzung des Areals ist auf einer Teilfläche die Errichtung einer Kita denkbar. „Dies wurde mit dem Verein und unserem Jugendamt bereits thematisiert, aufgrund der bekannten Gründe aber bislang nicht weiter vertieft“, so Herberg. Es sei auch noch kein Träger gefunden.

Seitens der Politik in die Gespräche eingebunden war von Beginn an CDU-Ratsfrau Birgit Borgmann, die sowohl mit dem Verein, als auch mit einem potenziellen Kita-Träger gesprochen hat. Auf beiden Seiten bestehe Interesse. Allerdings habe man die Gespräche wegen Corona auf Eis legen müssen. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr zu einer Lösung kommen wird.

Weitere Infos zum Tennisheim:

1980 wurde durch den Tennisclub Grün-Weiß Hamm am Hahnenbach ein Vereinsheim mit sieben Tennisplätzen errichtet. 2015 wurde die Liegenschaft von der Stadt erworben. Ein Jahr später schloss sich der Verein dem TC Pelkum an. Seitdem steht das Gebäude leer.

Verschiedene Versuche, es zu nutzen, schlugen in den vergangenen Jahren fehl. Inzwischen wurde das Vergabeverfahren für die Abbrucharbeiten eröffnet und der Abbruchantrag gestellt. Nach der Auftragserteilung ist geplant, Anfang September mit dem Rückbau zu beginnen. Nach Angaben der Verwaltung soll dieser circa vier Wochen dauern.

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