Neuer Song „Meine Zeit“ und vieles mehr

Große Pläne für 2021: Kapelle Petra springt aus der Corona-Kiste

Neue Farbe, neues Glück: Kapelle Petra mit ihren Kreativposten Rainer Siepmann, Guido Scholz und Markus Schmidt.
+
Neue Farbe, neues Glück? Kapelle Petra mit ihren Kreativposten Rainer Siepmann, Guido Scholz und Markus Schmidt (von links). „Gazelle“ wird als Bühnenskulptur wieder dabei sein, sobald normale Konzerte wieder möglich sind.

Mit einem „bunten Strauß“ in der Hand sagte die Kapelle Petra unlängst laut Hallo. Und lieferte ein großes, aber verheißungsvolles Fragezeichen mit. Jetzt hat die Kultband aus Hamm das Geheimnis gelüftet.

Hamm - War Ein bunter Strauß vor allem musikalisch noch ein allzu klassischer Kapelle-Song, sprang „Meine Zeit“ am Freitag weitaus origineller aus der Überraschungsbox (Video-Link unten). Ein echter Ohrwurm und in Sachen Gesang, Musik und Arrangement tauglich, das Corona-Grau mit bunter Farbe zu bereichern, die alten Fans zu begeistern und womöglich sogar einige neue zu gewinnen. Originell ist aber nicht nur „Meine Zeit“, sondern auch die weitere Jahresplanung.

Zwölf Monate gleich vier Jahreszeiten gleich vier Veröffentlichungen. Konkret: Jeweils zu Beginn der neuen Saison (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) wird die Kapelle eine EP mit jeweils vier Songs unter die Leute bringen. Los geht‘s am 19. März mit … - genau: „Der Frühling“. Um mögliche Fragen vorab schon zu beantworten, klopfen Sänger Guido „Opa“ Scholz, Bassist Rainer „Siepe“ Siepmann und Schlagzeuger Markus „Ficken“ Schmidt direkt forsch auf die Werbetrommel: Es sei „das Kunststück, die Songs nicht zu monothematisch auszugestalten, beim Durchhören staunt man nicht schlecht, wie variantenreich und intelligent die Band mit dieser Grundidee spielt“. Man habe die Songs voller „Kompositions- und Spielfreude“ sogar „bewusst in der jeweiligen Jahreszeit geschrieben und aufgenommen“.

Neue Musik von Kapelle Petra aus Hamm: Ein Song pro Monat

Wie längst üblich, werden alle Songs – die einzeln im Vier-Wochen-Rhythmus inklusive Video „live“ gehen - auf den üblichen Streaming-Plattformen zuhören zu sein. Darüber hinaus werden aber auch die weiter wachsenden Haptik-Begehrlichkeiten bedient, sogar mit einem Zahlenanreiz: „Die vier Jahreszeiten“ sollen in ihren CD- und Vinyl-Editionen auf jeweils 500 Stück limitiert sowie originell, liebevoll und sogar umweltverträglich ausgestattet sein. „Wir wollten Musik unbedingt mal ganz anders veröffentlichen, als man es kennt“, sagt die Band dazu.

Die Corona-Krise hat die kleine Hammer Indie-Kapelle zum Glück weniger hart getroffen als viele andere Künstler. „Wir sind als Band immer sehr sparsam gewesen, und das finanzielle Polster, das wir gebildet haben, hilft uns“, hatte Schmidt Ende 2020 im WA-Gespräch gesagt. Auch spüle die Wiederveröffentlichung des Albums „Schrank“ mit dem Youtube-Hit „Geburtstag (4 Millionen Aurufe!) ein bisschen Geld aufs Konto. Nun ruhen die Hoffnungen auf dem Erfolg der EP-Strategie und natürlich auf einer generellen Entspannung der Situation im Jahr 2021: „Sollte wieder alles ausfallen, dann würde uns das in den finanziellen Ruin treiben.“

„Man wird in diesem Jahr nur sehr schwer an der Band vorbeikommen, wenn man auf gut gemachte, von Herzen kommende und einfallsreiche deutschsprachige Indie-Musik steht.“

Markus „Ficken“ Schmidt, Kapelle-Schlagzeuger

Neue Musik von Kapelle Petra aus Hamm: Um Ideen nicht verlegen

Auch jenseits der EP-Aufnahmen steckte die Kapelle den Kopf nicht in den Corona-Sand. So wurde ihr Song „An irgendeinem Tag wird die Welt untergehen“ schon früh und unverhofft zur großen Mut-mach-Hymne und erfuhr eine Video-Neuauflage, so begeisterte die Band mit einer Reihe von bezahlten Mini-Konzerten quer durch Hamm und in einigen Nachbarstädten jede Menge Fans, so spielte sie spielten ein ungewöhnliches Open-Air-Konzert im Maxipark.

Für den 25. Juni 2021 steht der bereits einmal verschobeneKapelle-Somma“ im Kulturrevier Radbod im Terminkalender. Kaum vorstellbar, dass es dabei bleibt ... aber wer weiß, was sich die bienenfleißigen Hammer Jungs als nächstes ausdenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare