Feuerwehrmann im Krankenhaus

Großbrand in Bockum-Hövel: Feuerwehr stundenlang im Einsatz - Halle einsturzgefährdet

Die Feuerwehr hatte bei den Löscharbeiten mit eine starke Rauchentwicklung und sehr hohen Temperaturen zu kämpfen.
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Die Feuerwehr hatte bei den Löscharbeiten mit eine starke Rauchentwicklung und sehr hohen Temperaturen zu kämpfen.

[Update 22 Uhr] Eine riesige dunkle Rauchsäule über Hövel zeigte am frühen Montagnachmittag an: "Im Sundern" brennt es. Die Feuerwehr wurde zum Großeinsatz alarmiert. Nach vier Stunden dann die erlösende Nachricht: Das Feuer ist gelöscht, der intensive Einsatz für rund 140 Einsatzkräfte beendet.

  • Bei der Stahlbaufirma Göke in Bockum-Hövel hat es am Montag gebrannt.
  • 140 Einsatzkräfte aus Hamm kämpften stundenlang gegen die Flammen.
  • Ein Feuerwehrmann musste ins Krankenhaus.

Bockum-Hövel - Von einem Großbrand betroffen war am Montag die Stahlbaufirma Göke im Kreuzungsbereich Im Sundern/Pieperstraße. Im Gespräch mit WA.de sagte Geschäftsführer Matthias Göke, der Brandherd liege im "Magazin"; die Ursache ist noch nicht bekannt. Am frühen Montagnachmittag habe es plötzlich eine starke Rauchentwicklung gegeben; gegen 14.45 wurde die Feuerwehr alarmiert. Die 20 Firmenmitarbeiter im Gebäude hätten dieses eigenständig verlassen können. Ein Feuerwehrmann musste wegen Überlastung ins Krankenhaus, weitere Verletzte gab es nicht.

Großbrand in Bockum-Hövel: 140 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit einem 140-köpfigen Großaufgebot vor Ort. Alarmiert wurden die Hauptwachen 1 und 2 sowie die Einheiten Hövel, Bockum, Heessen, Norden, Westtünnen und Mark. Der Einsatzort wurde wegen seiner ungewöhnlich großen Ausdehnung in drei Abschnitte unterteilt. Von allen drei Seiten wurde bekämpft; einer der Abschnitte diente wegen der Wettersituation primär der Atemschutzlogistik.

Großbrand in Bockum-Hövel - Feuerwehr stundenlang im Einsatz

Zwei Drehleitern waren im Einsatz: für die Brandbekämpfung am Dach und um das Übergreifen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern, was nach Angaben eines Feuerwehrsprechers auch geglückt sei. Gebrannt hatte es in einer Halle eines Hallenkomplexes. Zwischenzeitlich war eine der dort gelagerten Acetylin-Sauerstoff-Flaschen explodiert. Die betroffene Halle ist laut Feuerwehr einsturzgefährdet, unter der enormen Hitze hätten sich die Stahlbalken verbogen. 

Feuer nach vier Stunden gelöscht - ein Feuerwehrmann im Krankenhaus

In der Luft stand der Polizeihubschrauber "Hummel", auch die Drohnengruppe der Feuerwehr Werl wurde hinzugerufen. Die Feuerwehr-Sondereinheit Information und Kommunikation (IuK) koordinierte vor Ort die Arbeit an der Einsatzstelle.

Gegen 18 Uhr meldete die Feuerwehr, dass der Brand unter Kontrolle sei. Um 18.40 Uhr hieß es dann "Das Feuer ist gelöscht". Einsatzkräfte aus Hövel und Heessen hielten noch bis zum späten Abend die Brandwache, um möglicherweise Glutnester abzulöschen.

Nach stundenlangem Einsatz bei weit über 30 Grad wurden die Wehrleute gegen 18.46 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Eine Brandwache bleibt vor Ort.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sei ein Kamerad, der bei Temperaturen über 30 Grad unter Atemschutz im Einsatz war, wegen Überlastung zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen. "Er befindet sich aber auf dem Weg der Besserung", so der Sprecher am Abend.

Die Ursache für das Feuer ist noch unklar

Am Abend war noch nicht klar, was im Magazin brannte. Nach Auskunft einer Polizeisprecherin konnten die Ermittler die Halle aufgrund der Einsturzgefahr noch nicht betreten.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung sei nicht gegeben, hieß es. Daher sei auch nicht mittels des Push-Dienstes "Nina" gewarnt worden.

Aus dem Dach der Betriebes schlugen die Flammen. 

Die Römerstraße war für die Dauer des Einsatz gesperrt. Der Verkehr wurde von Polizisten über die Ermelinghofstraße abgeleitet. Nachdem das Feuer gelöscht war, gab die Polizei die Straße wieder frei. Die Straße "Im Sundern" blieb noch bis in den Abend hinein gesperrt.

In Unna musste die Feuerwehr innerhalb weniger Tage zu zwei Großbränden ausrücken. Zunächst brannte eine Tennishalle nieder, dann standen mehrere Fabrikhallen in Flammen. In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Schaden in Millionenhöhe gab es vor wenigen Tagen bei einem Tennishallen-Brand in Rietberg. Die Halle brannte nieder, Anwohner konnten sich und ihre Tiere im letzten Moment noch retten.

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