Hohe Nachfrage

Grippeimpfungen in Hamm weiter knapp - es gibt aber Hoffnung

Arzt spritzt Impfung
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Auch mehr Hammer als sonst wollen sich in diesem Jahr gegen die Grippe impfen lassen.

Wer sich gegen die Grippe impfen lassen möchte, braucht in Hamm weiter Glück.

Hamm – Nicht jedem Hausarzt stehen derzeit Impfdosen zur Verfügung. Das liegt nach Auskunft von Dr. Matthias Bohle, Sprecher der Hammer Ärzteschaft, vor allem an der Logistik und der hohen Nachfrage.

Demnach komme es auf die Bezugswege an, wer noch Impfstoff vorrätig hat. „Der eine Apotheker hat noch was da, ein anderer schon nicht mehr. Das ist sehr individuell“, so Bohle. Er selbst kann noch weitere Dosen verimpfen, auch wenn die bereits vor Monaten georderten Vorgänge auch bei ihm langsam zur Neige gehen.

Nachfrage deutlich erhöht

Die Nachfrage nach Grippe-Impfungen sei in diesem Jahr höher als in den vergangenen Jahren. Noch eindringlicher als sonst wird wegen der Corona-Pandemie empfohlen, sich gegen die Influenza impfen zu lassen, um das Gesundheitssystem durch eine Erkrankung nicht zusätzlich zu belasten.

Womöglich stehe Anfang Dezember Nachschub bereit, glaubt Bohle. Die Bundesregierung hatte zuletzt immer wieder betont, dass noch weiterer Impfstoff verfügbar sein wird.

Kassenärzte spritzen 2,2 Millionen Impfdosen

Die hohe Nachfrage bestätigt auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Für die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe ist der diesjährige Herbst nicht nur wegen der Coronavirus-Pandemie ungewöhnlich – auch die Nachfrage der Bürger nach der Grippeschutzimpfung ist deutlich höher als in den Vorjahren“, heißt es in einer Mitteilung.

Zum aktuellen Zeitpunkt wurden fast 2,2 Millionen Grippe-Impfdosen verimpft. „Das sind bereits rund 30 Prozent mehr als in der gesamten Grippesaison 2019/2020.“ Die Zahlen gehen auf erste Auswertungen des Apothekerverbands Westfalen-Lippe zurück.

Eine Grippewelle gibt es laut Bohle derzeit nicht. „Es sind aber weniger Menschen krank als sonst im November“, sagt der Mediziner.

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