Grausamer Verdacht im Prozess um Missbrauch der eigenen Tochter

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Sollten sich die Angaben des mutmaßlichen Opfers und mehrerer Zeugen als wahr herausstellen, ist der Angeklagte ein unfassbar skrupelloser Wiederholungstäter.

Hamm/Dortmund – Der 56-jährige Hammer steht vor dem Dortmunder Landgericht, weil er zwischen 1998 und 1999 seine zunächst acht Jahre alte leibliche Tochter missbraucht und vergewaltigt haben soll. Er beteuerte gleich zu Prozessbeginn seine Unschuld und macht ansonsten von seinem Schweigerecht Gebrauch. Eine Halbschwester der Belastungszeugin hatte im Prozess geschildert, dass sie auch von dem Angeklagten missbraucht worden sei. Zu weitergehenden sexuellen Übergriffen sei es jedoch nicht gekommen. Ein Vorwurf, den später auch eine Halbschwester des Angeklagten erhob.

Auch sie habe er vor mehr als 30 Jahren im Alter von ungefähr 13 oder 14 Jahren missbraucht. Als die mittlerweile 47-jährige die behaupteten Sex-Taten bei der Polizei anzeigte, stellte sich heraus, dass diese mittlerweile verjährt sind. Schockierende Behauptungen kamen am Verhandlungstag durch einen Zeugen, der mit der leiblichen Tochter seit Jahren gut befreundet ist. Er beteuerte: Die jetzt als Belastungszeugin auftretende Tochter sei das „Produkt einer Vergewaltigung“. Dies habe die Mutter in einem gemeinsamen Gespräch über die Vorwürfe der Tochter unter Tränen mitgeteilt. Die Mutter wird im Verlaufe des Prozesses ebenfalls noch zu dieser ungeheuerlichen Frage gehört werden.

Zweifel an der Aussage der Tochter kamen im Verhandlungsverlauf durch ein offenbar nicht stimmiges Detail auf: Ein früherer Stiefsohn des Angeklagten versicherte, dass es in der damaligen Familienwohnung an der Edisonstraße überhaupt keine Dusche, sondern lediglich eine Badewanne gegeben habe. Die Tochter behauptet, dass sie als achtjähriges Kind ihren Vater unter der Dusche im Intimbereich habe waschen müssen. Anschließend und bei anderen Gelegenheiten sei es im Schlafzimmer mehrfach zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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