"Grauer Wolf" Turan Sengül hat die CDU verlassen

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Turan Sengül

HAMM - Turan Sengül ist aus der CDU ausgetreten. Dies hat Parteigeschäftsführer Werner Thies mitgeteilt. „Er hat für sich die Konsequenzen aus der öffentlichen Diskussion gezogen“, so Thies.

Der Vorsitzende des türkischen Kulturvereins hatte gegenüber dem Westfälischer Anzeiger die Frage, ob er Idealist und ein Grauer Wolf sei, bejaht. Wie berichtet, stuft der NRW-Verfassungsschutz die Grauen Wölfe als rechtsextrem ein. Die Hammer SPD kündigte derweil an, das Thema aktiv angehen zu wollen.

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„Unser Verein ist nicht rechtsextremistisch“, betont Sengül. Der Verein stehe auf dem Boden des Grundgesetzes und akzeptiere die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Sengül war seit Dezember 2001 Mitglied der CDU. Damals trat auch Zafer Topak in die CDU ein. Gegen ihn läuft, wie berichtet, ein Parteiausschlussverfahren. Im Gespräch mit unserer Zeitung kündigte er an, dass er in der CDU bleiben möchte und notfalls bis zum Bundesschiedsgericht der Partei ziehen werde. Er sei ein „Ülkücü“ (Idealist), aber der Verfassungsschutz irre sich, wenn er die Idealisten als türkische Nazis darstellt. Nationalist zu sein, sei in der Türkei eine Tugend, in Deutschland aber sei der Begriff negativ belastet. Topak verlangt eine ehrliche Debatte darüber, wie man mit den türkischen (Idealisten-)Vereinen umgehen soll.

Die Hammer SPD plant angesichts der aktuellen Diskussion eine Informationsveranstaltung für die Ortsverbände und die Mitglieder. „Anhänger der Grauen-Wölfe-Bewegung dulden wir nicht“, sagt Parteichef Dennis Kocker. Dass es auch in seiner Partei Graue Wölfe gibt, wolle er nicht ausschließen. asc

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