Explosive Weltkriegsreste aus Baugrube

Lauter Doppel-Knall in Rhynern: Alte Panzerfäuste kontrolliert gesprengt

Mächtig viel Staub aufgewirbelt: Hier wurde gerade eine der beiden Panzerfäuste gesprengt.
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Mächtig viel Staub aufgewirbelt: Hier wurde gerade die erste der beiden Panzerfäuste gesprengt. Der Knall war laut und weithin zu hören.

Bei Bauarbeiten in Rhynern wurde am Montag ein kleines „Arsenal“ an explosiven Weltkriegsresten gefunden, darunter zwei Panzerfäuste. Diese wurden vor Ort gesprengt. Vor allem der erste Knall war ziemlich laut.

Hamm - Die von der langen Zeit offenbar ziemlich rostigen Waffenreste hatten Arbeiter beim Ausheben einer Baugrube am Rhynerberg in Höhe des Südfeldwegs gefunden. Schnell eingeschaltete Experten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts um Sprengmeister Andreas Brümmer entschieden aus Sicherheitsgründen gegen den Abtransport zweier Panzerfäuste und für eine kontrollierte Sprengung direkt vor Ort. Das begann mit einem lauten Knall und viel fliegendem Sand am Montag um kurz nach 14 Uhr und endete eine Viertelstunde später. Weitere, weniger heikle Überbleibsel waren zuvor entsorgt und abtransportiert worden.

Wegen der deutlich geringeren Sprengkraft (und damit der kleineren Gefahr) als bei vielen Blindgängern im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren, waren die Auswirkungen der Aktion als überschaubar. Der Rhynerberg war zwischen 14 und 14.20 Uhr aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die wenigen Sperren wurden nach der Aktion wieder aufgehoben.

Panzerfäuste in Rhynern gesprengt - (der leisere) Teil 2:

Panzerfäuste in Rhynern gesprengt - der Ablauf:

  • 6 Haushalte waren direkt betroffen; die Bewohner mussten während der Aktion anderswo unterkommen
  • drei Sperrstellen im Umfeld wurden eingerichtet
  • bis 14 Uhr wurde das betroffene Umfeld evakuiert bzw. auf mögliche Anwesende kontrolliert
  • ab 14 Uhr wurde der Rhynerberg für die Dauer der Aktion gesperrt; Linienbusse wurden über die Werler Straße umgeleitet
  • anschließend begannen die Profis der Bezirksregierung mit den kontrollierten Sprengungen
  • nach dem Ende der Aktion (gegen 14.20 Uhr) wurden die Sperrungen wieder aufgehoben
Auf dieser Baustelle am Rhynerberg wurden Weltkriegsreste gefunden. Links ein Fahrzeug des Kampfmittelbeseitigungsdiensts der Bezirksregierung.

Mit einem letzten sinnlosen Blutvergießen endete der Zweite Weltkrieg in Hamm Ende März 1945. Ob die jetzt in Rhynern aufgetauchten Fundstücke mit diesen Ereignissen zu tun haben, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Im Sommer 2019 waren in Haaren, ähnlich wie jetzt in Rhynern, zwei Weltkriegs-Granaten gefunden worden.

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