Patienten lagen über Eichenprozessionsspinner 

Giftraupe sorgt in Hamm weiter für Sorge und Unruhe

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Hamm – In Hammer Arztpraxen und Krankenhäusern werden weiterhin Patienten vorstellig, die mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung gekommen sind.

Umwelt- und Forstamt raten zur Vorsicht, warnen aber vor Panikmache. Je drei Patienten suchten in dieser Woche in der St.-Barbara-Klinik und im St.-Marien-Hospital Hilfe. In der Heessener Klinik war nach Angaben einer Sprecherin auch ein schwerer Fall dabei, der Patient zeigte großflächigen Ausschlag im Gesicht.

Behandelt würden solche Fälle mit Antiallergika, hieß es im St.-Marien-Hospital. Bei großflächigen Ausschlägen sei das Krankenhaus die richtige Anlaufstelle, bei kleineren Ausschlägen rate man dagegen, den Haus- oder einen Hautarzt zu konsultieren. Dort ist entsprechend mehr zu tun als in den Kliniken: Bis zu acht Patienten täglich habe man sei gut zehn Tagen, hieß es in einer Hautarztpraxis in der Innenstadt.

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Vorsicht bei Waldspaziergängen

Das Umweltamt rät bei Waldspaziergängen zur Vorsicht, rate aber nicht generell davon ab, sagte ein Stadtsprecher, nachdem ein Hammer Kindergarten eine Waldexkursion wegen des Eichenprozessionsspinners abgesagt hatte.

Der für Hamm zuständige Förster Patrick Busse vom Landesbetrieb Wald und Holz hält das Insekt für eine waldtypische Gefahr, sieht den Befall aber nicht als akut an. Mache man im Wald Nester aus, solle man sich fernhalten und auf die Windrichtung achten. So verhindere man, in Kontakt mit den giftigen Haaren zu kommen.

Förster warnt vor Überdramatisierung

„Dieses Phänomen muss man aber nicht überdramatisieren“, so Busse. „Wenn man umsichtig und mit gesundem Menschenverstand im Wald unterwegs ist, kann da nicht viel passieren.“ Die Brennhaare der Larve führen bei Kontakt zu allergischen Reaktionen.

Bei der Stadt sind inzwischen mehr als 350 Nester gemeldet worden. Die Hotline der Stadt ist erreichbar unter 02381/17-7272.

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