Schon jede Menge Nester abgesaugt

Giftraupe breitet sich aus - 40 Bäume allein im Freibad betroffen

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Hamm – Der Eichenprozessionsspinner weitet sich auch in Hamm immer weiter aus. Seit Freischaltung der Hotline Mitte Mai wurden der Stadt rund 60 Standorte mit Nestern gemeldet.

Allerdings: Nicht immer handelte es sich dabei tatsächlich um die Giftraupe. „In einigen Fällen hatten wir es auch mit der Gespinstmotte zu tun“, erklärte Stadtsprecher Lukas Huster. (Weiter unten im Artikel finden Sie Fotos zu Vergleichen!) Alles in allem musste die Stadt bislang an 15 bis 20 öffentlichen Standorten Nester des Eichenprozessionsspinners von Bäumen absaugen lassen.

Unter diesen Standorten waren auch einige neuralgische Punkte wie die Schulhöfe der Kappenbuschschule in Heessen und der Gebrüder-Grimm-Schule in Bockum-Hövel sowie ein Spielplatz an der Beverkramenstraße in Herringen. Hier seien die Nester binnen 24 Stunden nach Begutachtung durch Mitarbeiter der Stadt von einer Spezialfirma abgesaugt worden, so Huster. Bei weniger neuralgischen Punkten habe man sich die 72-Stunden-Marke zum Ziel gesetzt.

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Bei den rund 60 Meldungen halten sich die Funde an öffentlichen und privaten Stellen „in etwa die Waage“. Auf Privatgrundstücken ist der jeweilige Grundstückseigentümer für die Beseitigung verantwortlich. „Wir als Stadt können dann nur beraten“, so Huster, der daher nicht sagen konnte, ob es sich bei den rund 30 gemeldeten Nestern auf Privatgelände jedes Mal um die Giftraupe gehandelt hat.

Unstrittig ist, dass diese auch wieder im Freibad Selbachpark aufgetaucht ist – und zwar um einiges massiver als 2018. Stadtwerkesprecherin Cornelia Helm bestätigte, dass in den letzten Tagen an 40 Bäumen die Nester der Giftraupe abgesaugt werden mussten. 2018 waren es „nur“ etwa eine Handvoll.

Eichenprozessionsspinner im Freibad Selbachpark in Hamm Pelkum wird abgesaugt.

Sperren diesmal nicht erforderlich

Im vorigen Jahr musste das Freibad sogar für einige Tage gesperrt werden. Das war dieses Mal allerdings nicht erforderlich. Helm erklärte auch warum: 2018 waren die Raupen – auch aufgrund der Hitze im Mai – bereits gekrabbelt. In diesem Jahr steckten sie noch im Kokon, sodass keine direkte Gefahr für die Badbesucher ausging. Das hätte sich in den kommenden Tagen aber geändert. „Und dann hätten wir ein echtes Problem gehabt“, so Helm.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr seien die Mitarbeiter der Stadtwerke aber sensibilisiert gewesen und hätten rechtzeitig gehandelt. Man werde auch in den kommenden Wochen weiter nach Nestern Ausschau halten. Das Südbad sei nicht betroffen gewesen. Neben dem Selbachpark waren diese zuletzt auch im Maxi-Park aufgetaucht.

Zum Verwechseln ähnlich?

Gespinstmotten

Gespinstmotten sind harmlos und nur bei flüchtiger Betrachtung mit dem Eichenprozessionsspinner zu verwechseln. Sie haben eine hellgelbe bis graubraune Färbung mit dunklen Punkten und einen schwarzen Kopf. Sie haben – im Gegensatz zur Giftraupe – keine Brennhaare und sind ungefährlich. Der Eichenprozessionsspinner befällt auch nur Eichen.

Eichenprozessionsspinner

Info:

Die Hotline 17-7272 soll noch „bis in den Juni hinein“ freigeschaltet bleiben.

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