Nach der Wahl ist vor der Wahl

Gewinnt Herter die Stichwahl, verliert er sein Landtagsmandat

Marc Herter (SPD), Oberbürgermeister-Kandidat in Hamm.
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Marc Herter (SPD), Oberbürgermeister-Kandidat in Hamm.

Hamm - Falls Marc Herter in Hamm die Oberbürgermeister-Stichwahl am Sonntag, 27. September, gewinnt, ist er sein Landtagsmandat in Düsseldorf los.

Der SPD-Politiker muss das Mandat im Fall eines Wahlsiegs zurückgeben. Das ist im Abgeordnetengesetz NRW so geregelt. Demnach kann ein Beamter, der Dienstbezüge erhält, nicht Mitglied des Landtages sein. Als Oberbürgermeister wäre Herter Wahlbeamter.

Herter ist seit zehn Jahren SPD-Landtagsabgeordneter für die Stadt Hamm. Gewinnt er, erlischt seine Zugehörigkeit spätestens mit der Vereidigung als neuer Oberbürgermeister. Die konstituierende Ratssitzung ist für den 3. November geplant.

Nach jetzigem Stand würde dann Frederick Cordes aus Oberhausen über die Reserveliste in den Landtag einziehen.

Herters „Nachfolger“ wäre Rüdiger Weiss

Die Interessen Hamms in Düsseldorf würden im Falle seines Wahlsieges für die SPD durch Rüdiger Weiss vertreten, teilte Herter auf Nachfrage mit. Weiss ist Abgeordneter im Wahlkreis Unna III/Hamm II und zuständig für die Städte Kamen, Bergkamen und Bönen sowie für den Hammer Stadtbezirk Herringen.

Der einzige Landtagsabgeordneter direkt aus Hamm wäre dann Ulrich Reuter, der bei der jüngsten Landtagswahl für die FDP in den Landtag eingezogen ist.

Herter holte erstes Direktmandat 2010

2010 gewann Herter erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Hamm I. Bei der Landtagswahl 2012 und 2014 gewann er erneut das Direktmandat in seinem Wahlkreis. Herter kann auf eine politische Karriere im Landtag zurückblicken: 2011 bis 2018 war er Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. In einer Kampfkandidatur um den Vorsitz der Landtagsfraktion unterlag er im April 2018 knapp Thomas Kutschaty. Im Juni 2018 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf gewählt.

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