Verbindung Weststraße-Lutherstraße

Geschäftshaus wird versteigert: Das will die Stadt Hamm dort - und Sie?

Die Stadt wünscht sich einen Lückenschluss an der Martin-Luther-Straße.
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Viel Platz mitten im Quartier: Die Stadt wünscht sich einen Lückenschluss an der Martin-Luther-Straße. Der rote Kreis umreißt den Gebäudekomplex und den Parkplatz, um den es aktuell geht.

Die Stadt Hamm hat großes Interesse daran, dass an den Standorten Weststraße 43 und 45a samt der zur Martin-Luther-Straße hin gelegenen Freiflächen eine nachhaltige Stadtentwicklung betrieben wird. Können Sie gute Ideen beisteuern?

Hamm - Das Gebäude in der Fußgängerzone und der dahinter liegende Parkplatz stehen am 7. Oktober zur Versteigerung. Ob die Stadt über die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) selbst mitbietet, sei derzeit noch offen, heißt es aus dem Rathaus.

„Das ist ein spannendes und wichtiges Grundstück“, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Ein Lückenschluss an der Martin-Luther-Straße sei aus Sicht der Stadt erstrebenswert. Hier befindet sich seit 1976, als das Geschäftshaus an der Weststraße neu errichtet wurde, ein knapp 600 Quadratmeter großer Parkplatz, der keine anderweitige Nutzung hat.

Man werde sich das Gutachten und die Immobilie genau anschauen und das Objekt bewerten, sagte Huster. „Aufgabe der SEG ist es aber nicht, in utopischen Höhen zu bieten“, machte der Sprecher deutlich. So auch in diesem Fall.

Was wünschen SIE sich?

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Über die SEG hatte die Stadt in den vergangenen Jahren mehrfach in den Stadtentwicklungsprozess eingegriffen und sogenannte Schrottimmobilien erworben, um dann mit Investoren „Stadtreparatur“ zu betreiben. Zu den letzten Ankäufen gehörte ein Objekt an der Ritterstraße 40 (Wohn- und Geschäftshaus) vor etwa einem Jahr. Der Kaufpreis soll bei 800.000 Euro gelegen haben.

Versteigerung in der Fußgängerzone: Stadt will mitreden

Sollte ein privater Investor den Zuschlag bekommen, werde die Stadt auf diesen zugehen. „Wir wären bereit, sofort in die die Gespräche einzusteigen“, sagte Huster. Denkbar sei beispielsweise, im Sinne der Stadtentwicklung den Zugang zu Förderprogrammen zu ebnen.

Versteigerung

7. Oktober, 11 Uhr, Heinrich-von-Kleist-Forum; Verkehrswert laut Gutachten: 1.655.000 Euro

Die Weststraße 43/45a hat eine wechselvolle Geschichte (siehe unten). Das heutige Gebäude wurde auf dem Keller des Vorgängers aufgebaut. Im Westfälischen Anzeiger hieß es im Januar 1976, die historische Fassade sei von Passanten „sehr geschätzt“ worden. Ihr Erhalt sei aber von den Kosten her als nicht vertretbar eingestuft worden.

Die Geschichte der Weststraße 43:

Die Familie Unckenboldt baute 1748 ein stattliches Bürgerhaus, in dem sie eine Bäckerei, eine Brennerei und eine Gaststätte betrieb. 1895 wich der Altbau einem Geschäftshaus, wenige Jahre danach wurden die Grundstücke Martin-Luther-Straße 54 und 56 dazugekauft. Hier entstand der Saal des Diana-Kinos.

1944 vollständig zerstört, wurde das Haus mit der historistischen Fassade wiederaufgebaut, 1976 aber abgerissen. Das Architekturbüro Berendt Hasse Schwinde baute dort noch im selben Jahr ein dreistöckiges Geschäftshaus, das vollständig an die Drogerie Ledwa vermietet wurde. Die geplante Erweiterung um ein viertes Geschoss kam nicht mehr zustande. Die Erbengemeinschaft, der das Haus noch gehört, geht offenbar auf die früheren „Diana“-Betreiber zurück.

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