Ehefrau des langjährigen Hammer OB

Gerda Hunsteger-Petermann überraschend gestorben

Thomas und Gerda Hunsteger-Petermann im Arbeitszimmer des ehemaligen Oberbürgermeisters von Hamm
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Das letzte gemeinsame Bild: Unser Fotograf Robert Szkudlarek war Anfang der Woche bei den Hunstegers zuhause. Dabei ging es um unsere Berichterstattung über den digitalen Wahlparteitag der CDU, an dem auch Thomas Hunsteger-Petermann teilnimmt.

Gerda Hunsteger-Petermann ist tot. Die Frau von Ex-Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann starb in der Nacht zu Donnerstag völlig überraschend. Sie wurde 62 Jahre alt.

Hamm – Sie war sein Fels in der Brandung, Rettungsanker, starke Frau im Hintergrund: Wenn es stürmisch wurde um ihn, dann wusste Thomas Hunsteger-Petermann, wer ihm Orientierung und Geborgenheit gab. Nun ist Gerda Hunsteger-Petermann gestorben. Ohne jede Vorwarnung starb sie in der Nacht zu Donnerstag.

Gerda Hunsteger-Petermann war geradlinig, hatte einen klaren Blick auf die Menschen und das Leben. Verschmitzt beobachtete sie aus der Ferne die Auftritte ihres Mannes und war doch immer an seiner Seite. Trotzdem wurde sie nicht nur als die Frau des Oberbürgermeisters oder „First Lady“ wahrgenommen. Sie hatte Witz und Herz und wird auch deshalb nicht nur ihrem Mann fehlen.

Gerda Hunsteger-Petermann mit ihrem Mann Thomas im August 2013. Das Foto entstand damals aus Anlass seines bevorstehenden 60. Geburtstags.

Gerda Hunsteger-Petermann war in mehreren Vereinen aktiv, als gläubige Katholikin engagierte sie sich in der Pfarrgemeinde St. Stephanus. Soziales Engagement zeigte sie bei den Soroptimisten. Die Service-Organisation setzt sich ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen – lokal und global.

Gerda Hunsteger-Petermann sorgte mit unaufgeregter Geschäftigkeit dafür, dass es im Leben von Thomas Hunsteger-Petermann nicht nur die Politik gab, hielt Freundschaften aufrecht und schuf neue.

Nach Hunstegers Abwahl im Herbst 2020 wollten beide das Leben genießen, gemeinsame Zeit nachholen, Reisen unternehmen. Am Landschulheim Schloss Heessen, dort war sie als Lehrerin beschäftigt, hatte sie zum kommenden Schuljahr die Stundenzahl reduzieren wollen. Dazu wird es nun nicht mehr kommen.

Gerda Hunsteger-Petermann mit Ehemann Thomas und Hund Emma im Februar 2002.

Gerda Hunsteger-Petermann war Lehrerin aus Leidenschaft, der Umgang mit jungen Menschen war für sie Ansporn. Sie nahm die ihr anvertrauten Kinder ernst und half ihnen dabei, sich zu entwickeln. Erst 1999, nach der Wahl ihres Mannes zum Oberbürgermeister, holte sie ihr 2. Staatsexamen nach. Sie unterrichtete die Fächer Deutsch, Geschichte und Politik.

42 Jahre waren Thomas Hunsteger-Petermann und seine Gerda verheiratet. Mit Hunsteger-Petermann trauern auch Tochter Maria, Schwiegersohn Stefan und Enkel Julius.

Erst vor wenigen Tagen war der WA bei den Hunstegers zu Gast gewesen: Es ging um den bevorstehenden virtuellen Parteitag.

So kondoliert der aktuelle OB Marc Herter:

„Der plötzliche, viel zu frühe Tod von Gerda Hunsteger-Petermann lässt mich persönlich, wie alle, die sie kannten, erschüttert und tief traurig zurück.

Wann immer man sie traf, ergaben sich freundliche angeregte Gespräche. Geprägt von Wärme und Zugewandtheit und einer sehr eigenständigen Einschätzung zu aktuellen Themen, besonders natürlich im Schulbereich. Für ihren Thomas war sie eine wichtige Stütze und ebenso kluge wie einfühlsame Ratgeberin. In anspruchsvollen politischen Jahren gingen sie gemeinschaftlich sprichwörtlich durch dick und dünn.

Viel zu früh ist Gerda Hunsteger-Petermann in der letzten Nacht verstorben. Ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Zeit füreinander, für die Familie und für die gemeinsamen Interessen war Thomas und ihr nicht mehr vergönnt.

Meine Gedanken sind bei Thomas Hunsteger-Petermann, bei Maria und ihrer Familie. Ich wünsche ihnen viel Kraft für diese schwere Zeit und den Beistand des Herrn, auf den sie vertrauen.“

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