Entlang der Kamener Straße

Gerade erst gepflanzt, schon verdorrt: Über 100 Jungbäume drohen zu vertrocknen

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Schwer geschädigt: Etliche Bäume an der Kamener Straße leiden unter der Trockenheit.

Pelkum/Lerche - Erst im Frühjahr hatte eine Firma im Auftrag des Landesbetriebs Straßen.NRW entlang der Kamener Straße 236 Bäume – 146 Linden und 90 Ahorne – gepflanzt. Aufgrund der Trockenheit und der Hitze, die während der Anwachsphase herrschte, drohen viele jedoch einzugehen.

Mehr als die Hälfte der Bäume befindet sich nach Einschätzung eines Lesers, der die gesamte Strecke zwischen dem Daberg und der Ortsgrenze zu Kamen abgefahren ist, augenscheinlich in einem sehr schlechten bis schlechten Zustand. „Sie tragen gar kein oder nur noch wenig Laub.“

Armin Klein, Baumkontrolleur beim Landesbetrieb, sorgt sich ebenfalls um die Jungbäume. Auch er habe, wie er sagte, in den vergangenen Tagen entsprechende Hinweise erhalten. Anfang der Woche habe er sich persönlich ein Bild vom Zustand der Bäume gemacht. „Es sind deutlich mehr Linden betroffen als Ahorne.“ Er habe aber noch die Hoffnung, dass die meisten gerettet werden können. An dem einen oder anderen Baum habe er ein kleines Stück Rinde abgekratzt. „Darunter waren sie noch grün. Das bedeutet, dass sie noch Feuchtigkeit haben.“

Nachpflanzungen bis zu zehn Prozent normal

Dennoch geht Klein davon aus, dass es zu Nachpflanzungen kommen wird. Unabhängig von der Witterung seien fünf bis zehn Prozent sowieso üblich, sagte er. Ende September wolle er zusammen mit der Firma den Bereich abgehen und festlegen, an welchen Stellen neue Bäume gesetzt werden müssen.

Die Kosten pro Baum einschließlich Pflege bezifferte Klein auf 400 Euro. Das Risiko trägt aktuell noch die Firma, denn erst nach drei Jahren ist der Landesbetrieb für die Pflege der Bäume zuständig. Nach Angaben des Baumkontrolleurs wurden die Jungbäume in den vergangenen Wochen insgesamt viermal bewässert. Sehr geholfen hätten die Regenfälle in der vergangenen Woche. „Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät und die meisten Bäume schaffen es noch“, gibt er sich optimistisch. Auch weiterer Regen wäre in dieser Situation hilfreich.

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