Lärmschutz der Bahn: Bund gibt Bürgern 25 Prozent dazu

+

Hamm - Der Bund beteiligt sich mit 25 Prozent an den Baukosten für passiven Lärmschutz an bestehenden Bahnstrecken. Das teilte die Deutsche Bahn (DB) auf Anfrage mit.

Eigentümer, deren Häuser bei der anstehenden Lärmsanierung der Bahn nicht durch Schallschutzwände geschützt werden, bekommen die Kosten für lärmsenkende Fenster oder Dämmungen also zu einem Viertel ersetzt. Die Deutsche Bahn plant für 2020 die Lärmsanierung der Bahnstrecken in Heessen, Pelkum und Semigerheide; weitere Stadtteile sollen später folgen.

Dabei werden Lärmschutzwände errichtet, die vollständig vom Bund bezahlt werden. Für Haushalte in Bahnnähe, die nicht von diesen Wänden abgeschirmt werden, bieten Bund und Bahn so genannte passive Maßnahmen an: Fenster, Rollläden, Wände und Decken können gedämmt werden.

Wie die Bahn Anwohner vor Lärm schützen will

Drei Voraussetzungen nannte eine Bahnsprecherin auf Nachfrage: Es müsse sich um Wohnräume handeln, die Gebäude müssten vor dem 1. April 1974 genehmigt worden sein, und der Grenzwert (67 Dezibel tagsüber, 57 Dezibel nachts) müsse überschritten werden.

Die Eigentümer werden der Sprecherin zufolge durch ein von der DB beauftragtes Ingenieurbüro angeschrieben. Sie können dann eine schalltechnische Begutachtung ihrer Immobilie erstellen lassen, aus der sich die konkreten Maßnahmen ergeben. Daraufhin werden drei Angebote eingeholt, wobei die Fördersumme auf Grundlage des günstigsten Angebots festgelegt wird. Der Eigentümer kann im Anschluss eine Firma seiner Wahl beauftragen. Bis zu diesem Zeitpunkt entstehen dem Eigentümer keinerlei Kosten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.