Strittiges Thema: Lärmschutzwände im Westtünnen

So könnten die Lärmschutzwände in Berge und Westtünnen aussehen. Die Deutsche Bahn hat diesen Vorschlag veröffentlicht.
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So könnten die Lärmschutzwände in Berge und Westtünnen aussehen. Die Deutsche Bahn hat diesen Vorschlag veröffentlicht.

Es gibt offenbar auch viele Befürworter der Lärmschutzmaßnahmen durch die Deutsche Bahn. Während 21 Haushalte entlang der Bahnstrecke in Berge und Westtünnen bekanntlich den Wunsch geäußert haben, die Deutsche Bahn möge ihre Planungen, vier Meter hohe Wände zu errichten, noch einmal überdenken, suchten andere Anwohner ebenfalls den Kontakt zur Bahn.

Westtünnen – Unmittelbar nach der Veröffentlichung des WA-Artikels „Lieber Lärm als Knast“ aus der Samstags-Ausgabe adressierten nämlich andere Anwohner ein Schreiben an die Bahn. Darin heißt es unter anderem: „Mit Befremden haben wir in der Zeitung (WA vom 28.03.2020) von dem Brief an die DB erfahren, in dem sich gegen die Errichtung der geplanten Lärmschutzwand in Hamm-Westtünnen ausgesprochen wird.

Wir möchten hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hier keineswegs um die Meinung aller Anlieger handelt. Mit Freude haben wir daher auf Ihrer Veranstaltung gehört, dass es nunmehr endlich zur Errichtung kommen wird. Wir bitten Sie daher nochmals eindringlich, sich nicht von diesem Vorhaben abbringen zu lassen.“

Die Bahn im Austausch mit Anwohnern

Auf dieses Schreiben machte jetzt der Adressat, also Die Bahn, aufmerksam. „Tatsächlich sollen die Anwohner von den Schallschutzmaßnahmen, wie das Wort schon besagt, geschützt werden und somit profitieren“, erklärte eine Bahnsprecherin. Sie fügte noch hinzu: „Die Deutsche Bahn ist stets in engem Austausch mit den Anwohnern und informiert bei Veranstaltungen und im persönlichen Kontakt umfassend.“

Wenig Hoffnung für Gegenstimmen

Die im Brief erwähnte Bahn-Veranstaltung hatte Ende Januar in Hamm stattgefunden. Auch hier hatten sich Befürworter und Gegner zu Wort gemeldet. Die Gegner meinen, ihre Grundstücke direkt an den Gleisen würden einen Wertverlust erleiden, weil die Aufenthaltsqualität in den Gärten durch Schattenwurf und fehlende Fernsicht sinken würde. Die Deutsche Bahn machte den Protestlern aber nur wenig Hoffnung und stützt sich dabei auch auf die Meinung anderer Bürger aus Westtünnen und Berge.

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