Georg Turwitt: Ein Ruhestand voller Musik

Die Trompete begleitete den Hammer Musiker Georg Turwitt auf seinem ganzen beruflichen Leben.
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Die Trompete begleitete den Hammer Musiker Georg Turwitt auf seinem ganzen beruflichen Leben.

Er sei nie gefragt worden, welches Instrument er lernen wolle, sagt Georg Turwitt. Es sei immer klar gewesen, dass es die Trompete sein würde – ein Melodieinstrument, das er einfach gut leiden konnte. Turwitt hat ein ganzes Berufsleben damit verbracht, anderen die Begeisterung für Hörner, Posaunen und Trompeten zu vermitteln, als Musikschullehrer und Leiter zahlreicher Blechbläser-Ensembles. Jetzt ist er in den Ruhestand gegangen.

Hamm – Turwitt ist in Sachen Musik „erblich vorbelastet“, sein Großvater war Leiter einer „Blaskapelle Turwitt“. Als gebürtiger Hammer besuchte der Enkel die Städtische Musikschule. Sein Trompetenlehrer Prof. Lodenkemper habe ihn damals enorm motiviert, sagt der 64-Jährige.

Sein Berufswunsch sei dann Musikschullehrer gewesen. Mit 17 bestand er die Aufnahmeprüfung am Dortmunder Konservatorium und begann dort 1973 ein Musikstudium.

Vor Abschluss schon Musikschullehrer

Noch vor seinem Abschluss übernahm Turwitt 1975 seine erste Klasse an der Hammer Musikschule. 1984 bekam er eine feste Stelle. Turwitt lobt „die tolle Zeit“ unter Musikschulleiter Nobert Edelkötter, der die Orchesterarbeit ausgebaut habe. In diese Zeit fielen auch die ersten Musikschulfahrten, bei denen im großen Kreis geprobt und vorgespielt wurde.

Weitere Reisen führten Turwitt und seine Ensembles in die weite Welt, allein sechs Mal ging es in die Vereinigten Staaten, einmal sogar nach Nicaragua. Der Musikschullehrer spricht von Höhepunkten seines Berufslebens.

Viele Wettbewerbe

Das gelte auch für die Wettbewerbe, die er mit seinen Schülern bestritt. Die Hammer Blechbläser wären jetzt zum dritten Mal als Vertreter Nordrhein-Westfalens beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ angetreten.

Die Motivation der Schüler komme durch die Konzerte, sagt Turwitt. Deshalb stünden immer Termine an. In 36 Jahren hauptberuflicher Tätigkeit ist der Kontakt zu vielen Ehemaligen geblieben, zu sehen am Online-Konzert, das zahlreiche Bläser Turwitt zum Abschied gaben – eine klassische Verabschiedung aus dem Berufsleben fiel Corona-bedingt aus. Er habe sich sehr gefreut, sagt Turwitt.

Der Ruhestand

Was macht er nun im Ruhestand? Musik. Den Posaunenchor Mark mit seinen Jungbläsern will er weiterführen, außerdem die Blasmusik Mark wiederbeleben. Und am 16. September steht ein Ehemaligen-Konzert im Maxipark an.

Bei der Frage nach seinen Lieblingsstücken überlegt Turwitt. Zum Spielen sei es das Trompeten-Konzert Es-Dur von Joseph Haydn. Und zum hören? Wynton Marsalis. Den habe er kürzlich in Dortmund gesehen, ein Ausnahmetrompeter mit einer Bandbreite vom Free Jazz bis zu Bachs Brandenburgischen Konzerten.

Mitglieder verabschieden sich mit großer Geste

Weil sie "ihren" Georg Turwitt nicht persönlich verabschieden konnten, fabrizierten aktuelle und ehemalige Mitglieder dem beliebten Leiter des Blasorchesters der städtischen Musikschule ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk.

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