Viertmann vor Erlöserkirche

Mini-Markt in Werries mit Wachstumspotenzial

Gemüse von Viertmann an Erlöserkirche in Hamm Werries mit den drei Verkäuferinnen Denise Kree, Jana Heße und Anna Jung und Kundin Katrin Juchmann.
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Ein Mini-Markt aus nur einem Stand: Das Angebot an Obst und Gemüse von Viertmann an der Erlöserkirche Werries kommt an. Im Bild die drei Verkäuferinnen Denise Kree, Jana Heße und Anna Jung mit Kundin Katrin Juchmann.

Obst und Gemüse gibt es seit kurzem samstags vor der Erlöserkirche in Werries. Rund acht Wochen nach Beginn des Angebots steht fest: Der Marktstand von Peter Viertmann wird gut angenommen. Das Angebot vor der Erlöserkirche soll künftig sogar noch wachsen.

Werries – Acht Meter lang ist der Marktstand, den der Werler Obst- und Gemüseanbauer und -händler extra für den neuen Standort an der Braamer Straße angeschafft hat. Die Bilanz nach zwei Monaten: „Die Kunden sind zufrieden“, sagt Viertmann, der in Werries kein Unbekannter ist. Denn bis November hatte er ein halbes Jahr lang einmal in der Woche Blumen und Kürbisse auf dem Parkplatz des Maxicenters angeboten. „Als Ersatz für die vielen ausgefallenen Märkte“, erklärt Viertmann im Hinblick auf die Konsequenzen, die das Coronavirus mit sich brachte und weshalb bekanntlich Veranstaltungen, wie Bauern- und Herbstmärkte, nicht stattfanden.

Ein Blick in den Westfälischen Anzeiger brachte Viertmann auf eine neue Idee. Denn als er dort las, dass Karsten Schüpstuhl seine Landmetzgerei an der Braamer Straße im vergangenen Oktober als Hofladen wieder eröffnete, überlegte der Werler, ob er sich anschließen soll und das bestehende Angebot in diesem Bereich mit einem Obst- und Gemüsestand erweitern soll – zumal eine Bäckerei ebenfalls ganz in der Nähe ist. Außerdem ist der Betrieb der Landmetzgerei gut angelaufen.

Positiv daran: Für die Werrieser von der Braamer Straße und den umliegenden Wohngebieten ist die Nahversorgung damit fußläufig möglich. „Ein Drittel der Kunden kommt zu Fuß“, stellte Viertmann bereits fest. Ein weiteres Drittel nehme das Fahrrad, nur der Rest komme mit dem Auto.

Markstand im Freien in Werries hat Vorteile in der Coronazeit

Gut komme sein Gemüse- und Obststand auch deshalb an, weil er draußen ist – und das ist in Corona-Zeiten manchem Kunde besonders wichtig. Probleme bei der Maskenpflicht und den Abstandsregeln gebe es nicht, betont Viertmann. Erst einmal habe jemand seine Maske vergessen – „aber für den Fall haben wir auch Masken für die Kunden da.“ Viertmann nennt noch einen Vorteil für Marktstände in Corona-Zeiten: „Wir bedienen die Kunden, sodass sie keine Sorge haben müssen, dass andere Kunden das Obst und Gemüse schon angefasst haben.“

Über den Marktstand freut sich Kundin Karin Juchmann. „Es ist praktisch“, sagt sie über das Nahversorgungsangebot, das ihr den Weg in andere Läden spart. Dort müsse man erst mal einen Parkplatz suchen, was an der Erlöserkirche aufgrund einer Vielzahl an Stellplätzen direkt neben dem Marktstand überhaupt kein Problem ist.

Einjähriger Pachtvertrag in Werries

Mit Flower Sprouts und Schwarzkohl bietet der Stand unterdessen auch neue Gemüsesorten an. Dabei sind Fragen hierzu nicht die einzigen, die die Verkäufer beantworten müssen. Denn eine Frage kommt immer wieder: „Sind Sie nächste Woche auch hier?“ Dank eines zunächst einjährigen Pachtvertrags können Peter Viertmann und seine Verkäufer die Fragen positiv beantworten.

Viertmann hofft unterdessen darauf, dass sich an dem Standort etwas entwickelt. „Wir profitieren voneinander“, sagt er über den Standort vor der Erlöserkirche – auch deshalb, weil die dortige Trinitatis-Gemeinde das Angebot künftig erweitern möchte.

Treffpunkt vor der Erlöserkirche in Werries

Wie, was und wann – das steht aufgrund der aktuell nicht vorhandenen Planbarkeit wegen Corona noch nicht fest. Als Peter Viertmann auf die Gemeinde zukam, gab es aber Zuspruch. Das Presbyterium habe die Idee eines Obst- und Gemüsestandes positiv aufgenommen, erklärt Pfarrerin Barbara Tetzner. Und es finde die Idee ausbaufähig. Heißt: Die Kirchengemeinde überlegt, ebenfalls ein Angebot zu machen und damit künftig einen richtigen Treffpunkt zu schaffen.

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