Digitalisierung von Prozessen

Gemeinsam für mehr Sicherheit: HSHL und Polizei Hamm kooperieren bei der Kriminalitätsbekämpfung

Zwei neuwertige E-Bikes wurden am Wochenende aus einer Gartenlaube in Hamm gestohlen.
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Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen wollen das Polizeipräsidium Hamm und die Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam optimieren.

Das Polizeipräsidium Hamm und die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) arbeiten ab nun offiziell zusammen. Unter anderem soll durch die Kooperation die Prävention und Aufklärung von Fahrraddiebstählen optimiert werden.

Hamm – Bereits 2019 startete die Zusammenarbeit zwischen Polizei und HSHL mit ersten Überlegungen im Bereich der technischen Möglichkeiten zur Verhinderung und Aufklärung von Fahrraddiebstählen.

Bei Fahrraddiebstählen ist die Aufklärungsquote gering. Technische Hilfsmittel gibt es diesbezüglich bisher kaum“, sagt Tobais Fecke, Projektkoordinator und Kriminaloberkommissar. HSHL-Studierende der Sport- und Gesundheitstechnik erforschen deshalb, ob es zukünftig an Fahrrädern verbaute RFID-Chips Dieben schwerer machen können. „Diese Chips sind ganz kleine Teile, die es der Polizei ermöglichen sollen, Fahrräder zu identifizieren“, sagt HSHL-Professor und Projektkoordinator Dr. András Biczó. Hierbei sei es dann aber wichtig, dass das Fahrrad vorher registriert wird. Genaueres wollen die Verantwortlichen hierbei nicht verraten, „denn wir wollen den Dieben natürlich nicht in die Karten spielen“, so Biczó.

Virtuelle Realität für Gesundheit und Arbeit

Auch das Gesundheitsmanagement und die Ergonomie für Polizei-Bedienstete sollen in Zukunft durch die Kooperation optimiert werden. In diesen Bereichen unterstützten bereits HSHL-Studierende die Gesundheitstage der Polizei durch die Vorführung neuartiger Fitnessgeräte, welche virtuelle Realität und sportliche Übungen kombinieren.

Ein weiterer Schritt soll in Zukunft die Digitalisierung von Prozessen sein. Dazu gibt es bereist Überlegungen die sogenannte „Augmented Reality“ einzusetzen. „Polizei-Mitarbeiter bekommen so die Möglichkeit zum Beispiel virtuell einen Tatort zu besuchen“, so Biczó. Die Polizei macht dafür am Tatort Fotos, die dann digital erfasst und zu einem nahezu identischen digitalen Raum entwickelt werden.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand Corona-bedingt im kleinen Rahmen statt. Sie erfolgte zwischen Polizeipräsident Erich Sievert, HSHL-Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld, und den Projektkoordinatoren Fecke und Biczó. „Es ist wirklich spannend und für beide Seiten gewinnbringend“, so Zeppenfeld zur Kooperation. Polizeipräsident Sievert betont: „So können wir mit den heutigen technischen Möglichkeiten neue Wege bei der Kriminalitätsbekämpfung gehen und Projekte realisieren, die die Gesundheit der Polizeibeschäftigten fördern.“

Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Herringen haben Hammer Polizisten ein ganzes Repertoire an illegalen Substanzen, Waffen und Falschgeld gefunden.

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