Noch reichlich Geld im Fördertopf: Städtischer Solidaritätsfonds für Künstler und Vereine geht in zweite Runde

Werben für den Solidaritätsfonds: Monika Simshäuser, Kulturdezernentin Dr. Britta Obszerninks und Monika Schnieders-Pförtzsch (von links).
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Werben für den Solidaritätsfonds: Monika Simshäuser, Kulturdezernentin Dr. Britta Obszerninks und Monika Schnieders-Pförtzsch (von links).

Es ist noch reichlich Geld im städtischen Hilfsfonds „Echte Hammer helfen“. Der Fördertopf war vor drei Monaten als Ergänzung zu den Hilfsprogrammen des Bundes und des Landes für Kulturschaffende und Vereine aufgelegt und mit 40.000 Euro bestückt worden. Noch ist es möglich, sich für die Mittel aus dem Solidaritätsfond zu bewerben.

Hamm – Die erste Antragsrunde ist beendet. 13 Antragsteller erhielten jeweils die festgelegten 500 Euro Unterstützung als Wertschätzung ihrer Tätigkeit. Sieben Anträge wurden negativ beschieden.

Der Hilfsfonds soll freien Künstlern, Musikern, Schriftstellern, Fotografen, Filmemachern, Schauspielern und Kleintheatern sowie Vereinen der Brauchtumspflege und der Kultur- und Kreativwirtschaft zu Gute kommen, die sich wegen der Corona-Krise in einer besonderen existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Notlage befinden. Der Fonds war per Dringlichkeitsentscheidung des Rates auf den Weg gebracht worden.

Weniger Rückmeldungen als gedacht

Durch Spenden aus der Bürgerschaft wuchsen die Mittel noch einmal auf insgesamt rund 45.000 Euro an. Aufgrund der relativ geringen Abfrage steht in der zweiten Antragsrunde noch fast der gesamte Ausgangsbetrag zur Verfügung.

„Wir hätten tatsächlich mit mehr Rückmeldungen gerechnet“, sagte Kulturausschussvorsitzende Monika Simshäuser, die dem siebenköpfigen Vergabe-Gremium angehört. Möglicherweise hätte ein weiteres Antragsverfahren potenzielle Kandidaten abgehalten, sich zu bewerben. „Mancher mag das als zu bürokratisch empfunden haben“, so Simshäuser. Ursprünglich waren auch Personen oder Vereine ausgeschlossen, die bereits aus staatlichen Programmen Unterstützung erhalten hatten. Das Verfahren ist nun noch einmal gelockert worden.

Geld für Künstler und Vereine

Kein Ausschlusskriterium ist demnach eine vorherige anderweitige Unterstützung, und auch künstlerisch tätige Personen, die andere Einnahmequellen haben, können einen Antrag stellen. Insbesondere auch Vereine und Organisationen der Brauchtumspflege sollen sich nun noch einmal stärker angesprochen fühlen. Zwar gilt Gemeinnützigkeit eigentlich als Voraussetzung für einen Zuschlag, aber auch hier sind Ausnahmen möglich.

Man habe versucht, das Antragsverfahren bewusst niederschwellig zu halten, sagte die stellvertretende Kulturausschussvorsitzende Monika Schnieders-Pförtzsch. „Wir prüfen sehr wohlwollend“, ergänzte Monika Simshäuser.

Das städtische Projekt „Echte Hammer helfen“ stehe nicht in Konkurrenz zu der privat organisierten Vereinsinitiative „Support The Artists! Hamm“. „Beide können nebeneinander Gutes bewirken“, sagte Simshäuser. „Support The Artists! Hamm“ hatte über ein Crowdfunding knapp 11.700 Euro generiert, um Kulturschaffende zu unterstützen. Eine Vergabe der gesammelten Mittel soll in Kürze erfolgen.

Anträge und Verfahren

Für Mittel aus dem Solidaritätsfonds der Stadt Hamm können Bewerber bis zum 30.September Anträge beim Kulturbüro einreichen. Das Formular steht unter anderem hier auf der Internetseite der Stadt Hamm zum Download bereit. Infos gibt es im Kulturbüro: Telefon 175551 (Heike Bednarz) oder 175501 oder per E-mail an bednarz@stadt.hamm.de und kulturbuero@stadt.hamm.de.

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