„Gelbe Hand“ am Jugendzentrum wird restauriert

HAMM-MITTE ▪ Die „gelbe Hand“ am Kubus ist ein Symbol gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Immer wieder jedoch wird das Mahnmal mit Hakenkreuzen bemalt und beschädigt. Jetzt wird es restauriert.

Engagierte Jugendliche werden das Mahnmal noch einmal von Grund erneuern. Auf Initiative der „SJD – Die Falken“, die schon einige Male die Hakenkreuzschmierereien entfernt hatten, engagieren sich nun auch die Jusos und die Jugendlichen der Ausbildungswerkstatt der Bahn. Sie können das Mahnmal in ihrer Werkstatt professionell wieder herrichten. „Es ist schon sehr bedauerlich, dass dieses Zeichen der Gelben Hand, die zu Toleranz und gegenseitiger Anerkennung aufruft, immer wieder ganz bewusst durch Übermalungen zerstört werden soll“, empören sich die Jugendlichen einhellig. Sie möchten dem entgegentreten und die Gelbe Hand wieder in strahlenden Farben neu aufstellen.

Wenn das Mahnmal fertiggestellt ist, soll die Neuaufstellung in größerem Rahmen mit einem Begleitprogramm im Kubus erfolgen. „Schließlich ist es uns auch wichtig, dass die Geschichte und die Botschaft dieses Denkmals eine ganz besondere ist, die leider durch aktuelle Ereignisse immer noch notwendig ist“, so die Initiatoren.

Die Gelbe Hand mit der Aufschrift „Mach meinen Kumpel nicht an“ ist seit 25 Jahren schon das europaweite Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. In Hamm begann die Geschichte der Gelben Hand im Jahr 1989, als sich Jugendliche aus Hamm, zum Teil organisiert bei der DGB-Jugend, den Falken und den Jusos, zusammenfanden und sich gegen zunehmende Ausländerfeindlichkeit zur Wehr setzten. Im Europawahlkampf wurden die Flugblätter und Zeitschriften der DVU eingesammelt und in einer „braunen Tonne“ entsorgt. Aus diesen Hetzschriften bauten die Jugendlichen schließlich die Gelbe Hand aus Pappmaché.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare