Zum Geburtstag verteilt das Umweltamt Geschenke

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Die Renaturierung der Lippeaue gehört zu den Aufgaben des Städtischen Umweltamtes.

Das neue Amt solle „der Stachel im Fleisch der Verwaltung sein“. Mit diesem Anspruch nahm das städtische Umweltamt in Hamm vor 30 Jahren seine Arbeit auf.

Hamm – Der markige Spruch kam damals nicht etwa von Umweltschützern, sondern von der Stadtspitze selbst. Oberstadtdirektor Dr. Jochen Stemplewski wollte „nicht nur bloße Garnitur“, sondern ein starkes Amt schaffen.

30 Jahre danach feiert das Umweltamt seinen Geburtstag mit 30 Baumpflanzungen im Stadtgebiet. Was auf den ersten Blick verwunderlich klinge, sei als symbolisches Geschenk für Bürger, Kooperationspartner sowie Wegbegleiter der vergangenen drei Jahrzehnten zu verstehen, teilte die Stadt mit.

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Bürgerwald profitiert am meisten

Zudem seien die Pflanzungen ein Zeichen für den Umweltschutz und die Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt. Der größte Teil der Bäume wird im Uentroper Bürgerwald gepflanzt: Die 24 Eichen, Rotbuchen, Bergahorne, Hainbuchen und Vogelkirschen werden im Rahmen einer Pflanzaktion an diesem Samstag gesetzt und sollen den größten Teil der Verluste der vergangenen zwei trockenen Sommer auffangen.

„Wir möchten mit der Aktion Bürgerinnen und Bürger animieren, selbst Bäume zu pflanzen und aktiv am Umwelt- und Klimaschutz und an der Erhaltung von Tieren und Pflanzen im Stadtgebiet mitzuwirken“, verdeutlicht Dr. Oliver Schmidt-Formann, der das Amt seit vergangenem Jahr leitet.

Baum des Jahres für drei Bezirke

Gleich drei Bezirke bekommen im Rahmen der Geburtstagsaktion eine Flatterulme, den Baum des Jahres 2019: In Herringen soll sie am Tibaum stehen, in Mitte am Oberlandesgericht und in Pelkum im Hochzeitswald.

Bockum-Hövel wird mit einer Winterlinde in der Nähe der Urbanen Gärten an der Kornmersch bedacht, Rhynern mit einer Stileiche an der Werler Straße und Heessen mit einer solchen am Niederwerrieser Weg.

Die Meilensteine des Umweltamts

Das Umweltamt nahm die Arbeit am 1. November mit 15 Mitarbeitern auf, die ihre Schreibtische zunächst noch in verschiedenen Dienstgebäuden hatten. Heute ist das auf 37 Mitarbeiter gewachsene Team im Technischen Rathaus zuhause. Als „Stachel im Fleisch“ sah sich der erste Amtsleiter Eberhard Stöck allerdings nicht so ganz. „Vorbeugen muss für uns wichtiger sein als bestrafen“, gab er 1989 als Devise aus.

Zu den Meilensteinen der bisherigen Erfolge des Amtes zählen Projekte wie der Hochzeitswald, die Naturprofi-Aktion, „Life“ und „Life+“ in der Lippeaue, „Lebendige Bördebäche“ an der Ahse, die Altlastensanierung auf dem früheren Gaswerksgelände an der Sedanstraße und – ganz aktuell – der „Erlebensraum Lippeaue“.

44. Pflanzaktion im Hochzeitswald

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