Erneute Klage

Rechtsextremer Krolzig will weiterhin Volljurist werden

Sascha Krolzi zieht erneut vor das Verwaltungsgericht in Minden.

Hamm - Sascha Krolzig, Rechtsextremer und Mitglied der Partei Die Rechte, zieht erneut vor Gericht. Der 28-jährige gebürtige Hammer will im Hauptsacheklageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Minden doch noch seine Zulassung als Volljurist erlangen.

In einem Eilverfahren hatten ihm die Mindener Richter die Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst verwehrt. Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) hatte den Beschluss im August 2015 bestätigt. 

„Sollte Krolzig in Minden erneut scheitern, kann er einen Antrag auf Berufung vor dem Münsteraner OVG stellen“, sagte Dr. Hans-Jörg Korte, Vizepräsident und Pressereferent des Verwaltungsgerichts Minden. 

Über die Aussichten Krolzigs, an gleicher Stelle bei unveränderter Faktenlage nun mit dem gleichen Ansinnen durchzukommen, wollte Korte nicht spekulieren.

Zunächst als "unwürdig" eingestuft

Die Richter hatten Krolzig als „unwürdig“ für die Zulassung zum juristischen Vorbereitungsdienst beurteilt und begründeten dies unter anderem mit der Summe (zehn Verurteilungen), Bandbreite und Qualität (unter anderem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung, Beleidigung, Körperverletzung) sowie der „auf Unbelehrbarkeit hinweisenden Abfolge der über einen Zeitraum von mittlerweile mehr als zehn Jahren begangenen Straftaten“.

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