Städtische Gebühren

Müll und Abwasser in Hamm vergleichsweise günstig

Mülltonnen warten am Straßenrand auf ihre Abholung.
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Von den Gebühren für Restmüll werden eventuelle Einnahmen für Wertstoffe abgezogen.

Hamm – Die Gebühren für Abfall und Abwasser sind in Hamm vergleichsweise niedrig. Der Bund der Steuerzahler NRW hat sie in verschiedenen Städten verglichen. Demnach liegt Hamm sowohl beim Abfall als auch beim Abwasser eher am unteren Ende der Skala. Für Abwasser müssen die Hammer sogar weniger bezahlen als im Jahr 2019.

Die Gebühren für Abwasser

Der Landesdurchschnitt bei den Abwassergebühren 2020 beträgt ungefähr 726 Euro für den Vier-Personen-Musterhaushalt. Angenommen wird dabei ein Frischwasserverbrauch von 200 Kubikmetern, wobei unterstellt wird, dass die 200 Kubikmeter auch als Schmutzwasser in die kommunale Kanalisation geleitet werden.

Die Stadt Hamm erhebt für besagten Musterhaushalt aktuell 479,40 Euro an Abwassergebühren. Im Vorjahr waren es noch 25,30 Euro mehr – das entspricht einem Minus von 5 Prozent.

Die größte Steigerung wird für Werne verzeichnet, dort müssen die Bürger mit 693 Euro 10 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. Im Kreis Unna geht es aber auch deutlich teurer: In Bergkamen beispielsweise schlägt der Gebühren-Hammer mit 1082 Euro besonders heftig zu – das ist der Spitzenwert in der Region und landesweit Platz 11. Die Kamener sind mit 800 Euro dabei, die Bönener mit 655,50 Euro. Die Durchschnittsgebühr im Kreis Unna beträgt 831,95 Euro.

So sieht es in weiteren Nachbarstädten aus: Ahlener Bürger müssen 587 Euro bezahlen, die Drensteinfurter 747 Euro; die Duchschnittsgebühren im Kreis Warendorf liegen bei 618,85 Euro. Die Soester sind mit 630,50 Euro dabei, die Werler mit 715 Euro und die Welveraner mit 808 Euro.

Landesweit liegen die Abwassergebühren zwischen dem Spitzenreiter Waldbröl im Oberbergischen Kreis mit 1246,60 Euro und Reken im Kreis Borken mit 246,50 Euro.

Die Gebühren für Abfall

Beim Abfall hat der Steuerzahlerbund NRW die Gebühren für eine vierköpfige Musterfamilie mit einer 120-Liter-Restmülltonne und einer 120-Liter-Biotonne (die in Hamm noch nicht Pflicht ist) bei einer 14-täglichen Leerung zugrunde gelegt. Im Landesdurchschnitt zahlten die Bürger in diesem Jahr 270 Euro, 2019 waren es gerundet 263 Euro (plus 2,7 Prozent).

An Abfallgebühren (Restmüll plus Biotonne) fallen in Hamm – wie im Vorjahr – aktuell 199,84 Euro an pro Jahr an. 2018 hatten sie noch bei 210,10 Euro gelegen, das entspricht einem Rückgang um 5 Prozent.

In den Kommunen um Hamm herum wurden durchweg höhere Gebühren erhoben: in Soest 213,60 Euro, in Welver 226 Euro, in Werne 331 Euro, in Ahlen 335 Euro, in Bergkamen 346 Euro und in Kamen sogar 374 Euro (landesweit Platz 11 der teuersten Kommunen). Bei vierwöchentlicher Restmüll-Leerung kommen die Bürger in Unna auf 220,60 Euro, in Werl auf 226 Euro, in Bönen auf 242 Euro und in Drensteinfurt auf 267 Euro.

Der landesweite Vergleich zeigt, dass es bei zweiwöchentlicher Restmüll-Leerung auch günstiger geht – mit 146 Euro in Kaarst am unteren Ende –, aber auch deutlich teurer wie beim Spitzenreiter Münster mit 640 Euro (Vorjahr: 564 Euro).

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