Einzelhandel, Gastronomie und vieles mehr

Geballte Stadt-Kraft: Wie Hamm den Aufbruch nach Corona meistern will

Mit der Comeback-Hamm-Offensive hat sich der Aufsichtsrat der Stadtmarketinggesellschaft beschäftigt.
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Mit der Comeback-Hamm-Offensive hat sich der Aufsichtsrat der Stadtmarketinggesellschaft beschäftigt und ein Maßnahmenpaket geschnürt.

„ComeBack.Hamm“ lautet der Titel für einen wirtschaftlichen Aufbruch in Hamm. Das Maßnahmenbündel soll kleinen und mittelständischen Betrieben, dem Handel sowie Hotellerie und Gastronomie den Neustart nach dem langen Corona-Lockdown erleichtern. Die wichtigsten Punkte des Programms.

Hamm - Die Zeichen stehen auf Aufbruch: Gemeinsam mit weiteren Akteuren startet die Stadt Hamm die so genannte „ComeBack.Hamm-Offensive“. Ein dickes Maßnahmenpaket soll klein- und mittelständischen Betrieben, dem Einzelhandel sowie Hotellerie und Gastronomie das Comeback nach dem Corona-Lockdown erleichtern. Ferner soll eine strategische Neuausrichtung erfolgen, um Impulse für einen regionalwirtschaftlichen Aufschwung zu geben.

Oberbürgermeister Marc Herter und der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Arbeit, Justus Moor (SPD), stellten jetzt die Eckpunkte des Programms vor:

Erlebnis Innenstadt

Die gesamte Innenstadt soll immer wieder mit mehrtägigen Veranstaltungen zur Bühne werden. „Frequenzstarke Formate“ sollen sich laut Herter als Kaufkraftbringer und „Gastro-Pusher“ auswirken. Beispiel: Am zweiten Septemberwochenende wird an drei Tagen der „Hammer Kultursommer“ in der Innenstadt stattfinden. „Dass das funktioniert, haben wir beim NRW-Tag oder Landesturnfest gezeigt“, so Herter.

Ausgehen/Gastro

Rund um die Pauluskirche einschließlich Süd- und Oststraße hat sich ein Ausgehviertel mit neuer Qualität entwickelt. Bis zum 31. Dezember 2022 sind Gastronomen von den Sondernutzungsgebühren für den Außenbereich und die Gebühren für das Aufstellen von Werbereitern befreit.

Konsum/Handel

„Wir müssen Kaufkraft in Hamm binden“, sagt Marc Herter. Als ein Anreiz wird die beliebte Hammer Karte zur „ComeBack-Card“ mit einem 25-prozentigen Rabatt. Die Kosten für dieses Vorteilsprogramm tragen Stadtwerke GmbH, Sparkasse und Volksbank. Ferner sollen Sparkassen-Kunden ab dem Herbst beim Kauf mit ihrer Sparkassen-Konto- oder Kreditkarte einen noch nicht festgelegten Rabatt erhalten. Herter: „Der Konsum muss in die Gänge kommen. Aus einer Krise spart man sich nicht heraus.“ Leerstände sollen durch Pop-Up-Stores bespielt werden. Dafür gibt es Fördergelder.

Wettbewerb

Die Sparkasse legt einen Konzeptwettbewerb für inhabergeführte Betriebe in den Sparten Neustarts und Restarts auf, sowohl für die City als auch für das Kreativrevier Heinrich Robert.

So geht es weiter:

Am 29. Juni wird im Rat der Stadt Hamm über das Programm beraten. Im ersten Schritt geht es um schnelle Hilfen und Maßnahmen, die sich auch langfristig positiv auswirken sollen. „Dafür gehen wir an die Grenzen dessen, was eine Kommune leisten kann“, macht OB Herter deutlich. „Wir werfen alles rein. Das ist kein Strohfeuer oder etwas für die Galerie, das dann schnell wieder vergessen ist.“

Es gehe nicht um ein Zurück nach gestern, sondern darum, neue Antworten zu finden auf die Problemlagen, die mit der Corona-Pandemie entstanden sind. Die Comeback-Offensive soll sowohl in der Innenstadt als auch in den Bezirken greifen. „Dafür ziehen alle an einem Strang“, sagte Justus Moor.

Starthilfen

Örtliche Banken stehen in Sachen Liquiditätsmanagement und Eigenkapitalausstattung für Gründer als Ansprechpartner bereit, die Wirtschaftsförderung und die Kammern helfen beratend.

Regionalwirtschaft

Die Wasserstoffallianz Westfalen soll Hamm zum Produktionsstandort von grünem Wasserstoff machen. Hamm wird neues Zentrum für nachhaltige Güterverkehrslogistik (Lokodrom). Im neuen strategischen Beirat „Wirtschaft.Hamm.2030“ sind alle wichtigen Akteure versammelt.

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