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Gasumlage kostet Hammer Millionen – Alle Details zusammengefasst

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Von: Frank Lahme

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Die am Montag besiegelte Gasumlage wird die Menschen in Hamm viele Millionen Euro kosten. Die Details.

Hamm - Sollte der Gasverbrauch in der Stadt ähnlich wie im Jahr 2021 sein und es dauerhaft bei der Formel „2,4 Cent pro Kilowattstunde obendrauf“ bleiben, so müssten die rund 40.000 Hammer Stadtwerke-Kunden aufs Jahr gerechnet 35,3 Millionen Euro mehr fürs Gas bezahlen.

Wird zusätzlich noch die Mehrwertsteuer erhoben, werden weitere 7 Millionen Euro fällig. Gas und Energie zu sparen und passgenaue Tarife für sich zu finden, bleibt das einzige Mittel, um dem zu begegnen.

Unter dem Strich Mehrkosten von 35,3 Millionen

Rund 1,47 Milliarden Kilowattstunden Gas wurden im zurückliegenden Jahr 2021 von den Hammer Stadtwerkekunden verbraucht. Multipliziert mit den 2,4 Cent für die Energieumlage lautet das Ergebnis 35,3 Millionen Euro an Mehrkosten.

Der Anteil von privaten und gewerblichen Abnehmern hält sich nach Stadtwerke-Angaben in Hamm in etwa die Waage. Der Marktanteil der Hammer Stadtwerke soll bei etwa 80 Prozent liegen.

Was muss ich zahlen? Die Beispielrechnung der Versorger

Für den Einzelnen bedeutet dies Folgendes: Bei einem Haushalt mit Einfamilienhaus gehen die Energieversorger (auch die Hammer Stadtwerke) von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden aus. Aufs Jahr gerechnet würden somit allein durch die Gasumlage Mehrkosten von 480 Euro entstehen.

Bei einem Zwei-Personen-Haushalt ist – abhängig von Wohnungsgröße und Sanierungsstand – grob mit der Hälfte zu rechnen – also etwa 240 Euro. Jedem Einzelnen wird empfohlen, seinen Verbrauch anhand der letzten Jahresabrechnung nachzuvollziehen.

Düstere Zeiten für die Wirtschaftsunternehmen

Düstere Zeiten kommen auch auf die heimische Wirtschaft zu. „Für die Großabnehmer geht das in die Hunderttausende Euro“, sagte Unternehmenssprecherin Cornelia Helm zu den Mehrkosten.

Sollte dann in einigen Tagen auch noch die nächste (Gasspeicher-)Umlage verkündet werden, könnte es für die Unternehmen noch enger werden. 0,5 bis 3 Cent pro Kilowattstunde extra stehen hier im Raum – übrigens auch für Privathaushalte. Konzepte, wie in Zukunft mit säumigen Zahlern umzugehen sein wird, gibt es offenbar noch keine.

So geht’s für Gaskunden jetzt weiter

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke wird am Donnerstag tagen und über die Umsetzung der Umlage beschließen. Die Abschlagszahlungen der Haushalte würden automatisch angepasst, sagte Unternehmenssprecherin Cornelia Helm. Zumindest an dieser Stelle müsse der Einzelne nicht aktiv werden.

Aktiv geworden sind in den zurückliegenden Tagen aber die Strom- und Gaskunden, die bislang in der Grundversorgung waren, Sie haben sich in großer Zahl für die günstigeren und jederzeit verfügbaren Fashion-Tarife bei den Stadtwerken entschieden.

Auch der Verwaltungsvorstand der Stadt wird sich an diesem Dienstag mit dem Energie-Thema beschäftigen.

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