Hotel-Mitarbeiter in Kurzarbeit

Gasthaus ohne Gäste: Folgen der Corona-Krise auch im Mercure zu spüren

Mehr Platz beim Mittagessen: Im Mercure in Hamm dürfen nur noch Gäste aus zwei Haushalten an einem Tisch Sitzen.
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Mehr Platz beim Mittagessen: Im Mercure dürfen nur noch Gäste aus zwei Haushalten an einem Tisch Sitzen.

Über Jahre hieß es, Hamm brauche ein weiteres Hotel. Die vorhandenen Zimmer reichen nicht aus. Gerade in der Zeit um die Feiertage brachten viele Familien Gäste von außerhalb in den Häusern unter – in diesem Jahr bleiben die meisten Zimmer aber leer, auch in Hamms größtem Hotel, dem Mercure.

Hamm – Silvester ist das Mercure sonst ausgebucht. Nun kommt kaum einer in das Haus, nur einige wenige Geschäftskunden sind zu Gast. Was tun in einem Gasthaus ohne Gäste? In den leer stehenden Zimmern werden Teppiche erneuert, einige Zimmer werden für Allergiker hergerichtet, auch sonst werden die Zimmer weiter auf Vordermann gebracht.

Dennoch sind die meisten Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wer wie wenig arbeitet, hängt von der Abteilung ab. „Je nach Besetzung der eine mehr, der andere weniger“, sagt Hotelmanager Lars Keßler. Der Lockdown sei wirtschaftlich katastrophal.

Bringt die Zimmer auf Vordermann: Haustechniker Michele Hauschwitz schiebt Betten in renovierte Zimmer.

Die Folgen durch die Corona-Krise in Hamms größtem Hotel

142 Zimmer hat das Haus. Immerhin von Montag bis Mittwoch waren in den Wochen vor Weihnachten noch einige dieser Zimmer belegt, Gäste übernachteten teils in Hamm und pendelten dann in andere Städte, in denen Hotels ganz geschlossen waren. „Wir haben im Vergleich zu vor Corona montags bis mittwochs eine Auslastung von 70 bis 80 Prozent“, sagt Hotelmanager Keßler. An den restlichen Tagen werde es jedoch stiller im Hotel.

Die Hoffnung, dass mit dem Impfstoff auch wieder Normalität einkehrt, ist groß. „Eine Verlängerung des Lockdowns wäre natürlich ein weiterer wirtschaftlicher Rückschlag“, so Keßler. Zum Glück habe das Hotel laut Keßler bereits vor der Pandemie seriös gewirtschaftet. Man werde auch das überstehen, sagt Keßler.

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