Schützenfestbesucher geht nach Sturz am Festzelt leer aus

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Die Schützen marschieren wieder. Sie und ihre Gäste sollten aber aufpassen, wenn sie etwa das Festzelt betreten. Für einen folgenreichen Ausrutscher gibt es kein Schmerzensgeld. 

Hamm/Arnsberg - Die Schützenfestsaison ist gestartet: Wer ausgelassen feiern möchte, sollte aber genau hinschauen, wohin er tritt, und einen Ausrutscher vermeiden. Ein solcher sollte für einen Hammer Zeltverleiher ein Schmerzensgeld nach sich ziehen. So wollte es der Geschädigte. Das Gericht sah das indes anders.

Wer ein Schützenfestzelt betritt oder verlässt, tut dies in der Regel auf eigene Gefahr. Um diese Erkenntnis reicher ist nun ein 48-jähriger Kläger aus Arnsberg, der von einem Hammer Zeltverleihbetrieb 6.000 Euro Schmerzensgeld verlangt hatte. Der Mann aus Arnsberg hatte im August 2015 im Nachgang zu einem Festumzug der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist in Neheim deren Festzelt besucht, dort ein paar Gläser Bier getrunken und war beim Verlassen des Zelts auf einer regennassen Aluminiumrampe ausgerutscht und gestürzt. Dabei hatte er sich unter anderem eine Knöchelfraktur zugezogen und war vier Monate arbeitsunfähig gewesen.

Seine Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gegen den Hammer Zeltverleiher wurde vom 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm abgewiesen. Jedermann wisse, dass auf derartigen Alumiumrampen Wasser stehen und die Oberfläche deshalb rutschig sein könne. Die Firma aus Hamm habe keine Verkehrssicherungspflichten verletzt. Vom Festzeltbetreiber seien keine weiteren Sicherungsmaßnahmen zu verlangen, urteilten die OLG-Richter, die damit auch das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Arnsberg bestätigten. Der zu Jahresbeginn gefällte Beschluss ist mittlerweile rechtskräftig geworden.

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