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Gasbohren in Hamm: PVG wittert Morgenluft

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Von: Frank Lahme

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© Schütte

Hamm - Im Streit um den Ausstieg der Stadtwerke Hamm aus dem Gasbohrprojekt geht HammGas-Hauptgesellschafter PVG öffentlich weiter in die Offensive.

„Wende bei HammGas“ überschrieb PVG-Chef Maximin von Schubert am Mittwoch – fünf Tage vor dem am Dortmunder Landgericht anberaumten Prozesstermin um die Wirksamkeit der außerordentlichen Kündigung durch die Stadtwerke – eine Pressemitteilung. Morgenluft wittert von Schubert offenbar aufgrund der Tatsache, dass die Stadtwerke nunmehr auch hilfsweise eine ordentliche Kündigung der Vertragsverhältnisse mit der HammGas ausgesprochen haben.

Nach von Schuberts Ansicht könne diese erst nach Abschluss der gesamten Erkundungsphase wirksam werden – sprich nach Abschluss der zweiten Probebohrung in Berge/Lohauserholz. Nach PVG-Auffassung ruhe nunmehr das Stimmrecht der Stadtwerke bis zu ihrem Ausscheiden aus der HammGas.

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Ohnehin unwirksam sei die zunächst ausgesprochene außerordentliche Kündigung der Stadtwerke bei der HammGas. Das „Gutachten“, auf das sich die Stadtwerke bezögen, sei lediglich eine „Bewertung“ der Ergebnisberichte zur Aufsuchungsbohrung in Herbern, die nicht von einem Experten für Gaslagerstätten, sondern einem Wasser-Experten abgegeben worden sei. Das wisse man seit gestern. Zudem sei dieses erst eine Woche nach der Bekanntgabe des Stadtwerke-Ausstiegs unterzeichnet worden.

Die Stadtwerke bestätigten auf WA-Anfrage, dass sie hilfsweise auch eine ordentliche Kündigung des HammGas-Vertrags ausgesprochen haben. Inhaltlich ändere sich aber nichts an der Abkehr vom Gasbohren, sagte Unternehmenssprecherin Cornelia Helm. Zu den Erklärungen der PVG wollte man sich inhaltlich mit Blick auf den nahenden Prozesstermin nicht äußern.

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