Offener Ganztag vor den Sommerferien

Ganztagsschule in Hamm geht wieder los - Herter stellt klar, was mit den Gebühren passiert

Hinweis offener Ganzstag ogs als Symbolbild
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Die Gebühren für die Betreuung im offenen Ganztag (OGS) sollen entfallen.

Der Offene Ganztag (OGS) in Hamm geht wieder los. Viele Eltern fragen sich, ob sie Gebühren zahlen müssen - und ob angemeldete Kinder tatsächlich täglich in die OGS besuchen müssen.

Hamm – Die Schulen sind seit Montag wieder im Normalbetrieb. Das heißt nicht nur Rückkehr zum Präsenzunterricht, sondern auch die Öffnung der Offenen Ganztagsschulen (OGS). Deren Besuch bleibe für den Rest des Schuljahres gebührenfrei, sagte Oberbürgermeister Marc Herter.

Im vergangenen Jahr war es den Eltern wenige Wochen vor den Sommerferien freigestellt worden, ob sie ihre Kinder zur OGS schicken – wozu sie durch die Betreuungsverträge eigentlich verpflichtet sind.

Eltern zurückhaltend: Nicht alle wollen Kinder in die OGS schicken

Doch auch bei den aktuell fallenden Infektionszahlen gibt es bei vielen Eltern Bedenken, ihre Kinder sofort wieder in die Betreuung zu schicken – auch wenn dort Hygienestandards vorgeschrieben sind. Dass eine Quarantäne in den letzten Schultagen Urlaubspläne durchkreuzen könnte, mag da durchaus eine Rolle spielen. (News zum Coronavirus in Hamm)

In die Hände der Eltern möchte das Land die Entscheidung über den OGS-Besuch allerdings nicht geben. „Von der regelmäßigen Teilnahme an den Angeboten soll nur noch in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden“, heißt es im Düsseldorfer Schulministerium. Über Ausnahmen werde vor Ort entschieden. Hier eine Übersicht zu den Regeln für den Präsenzbetrieb.

Herter: Familien tragen in Pandemie die größte Last

In Hamm rechnet man fünf Wochen vor Ferienbeginn mit weniger OGS-Teilnehmern als üblich. „Wir gehen nicht davon aus, dass alle vor Corona angemeldeten Kinder auch kommen“, sagte Christina Kühler, Vorsitzende des Personalrates für die Grundschulen und Leiterin der Maximilianschule. Viele Eltern der vierten Klassen hätten ihre Kinder bereits abgemeldet.

Die Stadt bleibt zudem dabei, dass zunächst keine OGS-Gebühren erhoben werden. Die Familien hätten in der Pandemie die größte Last zu tragen, sagte Oberbürgermeister Marc Herter. Die Stadt hatte Anfang Mai erklärt, für OGS und Kitas keine Gebühren mehr zu erheben.

Auch wenn die OGS-Betreuung jetzt wieder möglich sei, werde er den Verzicht auf die Beiträge nicht widerrufen. Für Schulen und Kindertagesstätten würden bis zum 31. Juli keine Beiträge eingezogen. Ab dem 1. August gilt dann eine neue Beitragsordnung mit deutlich niedrigeren Sätzen.

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