Gage statt Almosen : Künstler sollen online auftreten

Beim Genusskonzert von Trust-Music  wurden bereits gute Erfahrungen  gemacht.
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Beim Genusskonzert von Trust-Music wurden bereits gute Erfahrungen gemacht.

Gage statt Almosen möchten Oberbürgermeister Marc Herter und das Kulturbüro Hammer Künstlern und Kreativunternehmern bieten. Dazu sollen unter dem Titel „H³ – Aus Hamm. Mit Hamm. Für Hamm.“ insgesamt zwölf anderthalbstündige Shows auf einer speziellen Streamingplattform jenseits von Facebook und Youtube präsentiert werden.

Hamm – „ Wenn Hauptausschuss und Rat zustimmen, könnte eine erste 90-minütige Kultur-Show Ende April über Bildschirme und Monitore auch über Hamm hinaus flimmern. Außerdem hofft die Stadt auch auf eine Förderung des Heimatfonds des Landes NRW.

Die Unterhaltungsreihe von Hammern für Hammer soll zum Teil auch durch „Eintrittskarten“ zum Streamingangebot finanziert werden. Das soll, so OB Herter, auch zeigen, dass Kultur etwas wert ist. Es sei wichtig, dass der Staat Künstler stütze, solange sie nicht arbeiten können – aber neben der Gage sei auch die Möglichkeit, auftreten zu können, ein Anreiz, an H³ mitzuwirken. Auf einer Partnerplattform der Stadt im Internet soll dann jede Show gegen Bezahlung zu sehen sein. Dabei wird der noch nicht festgelegte Ticketpreis nicht pro Person, sondern pro Endgerät erhoben. So könnte beispielsweise eine ganze Familie zu einem Preis die Auftritte verfolgen.

„Wir haben uns ganz bewusst gegen die Nutzung von Youtube und Facebook entschieden, weil auf diesen Plattformen die Künstler ihre Rechte abtreten müssten“, so Kulturbüro-Leiter Knud Skrzipietz. Allerdings sollen die Mitwirkenden Mitschnitte ihrer Auftritte zur Verfügung gestellt bekommen, um sie für ihre Eigenwerbung nutzen zu können.

Jede Show soll aus drei Teilen bestehen – einem Interview, einem „Vor-Act“ und einem „Haupt-Act“, der 45 Minuten zur Verfügung haben wird. Das Konzept der Shows sieht die thematische Bündelung unterschiedlicher Musik- und Kreativrichtungen vor, um zwölf abwechslungsreiche Shows zu bieten. Für die „Vor-Acts“ sollen auch Künstler eingesetzt werden, die noch nicht etabliert sind.

Am Ende entsteht ein Kulturprogramm, das über sechs Wochen jeweils zwei Mal in der Woche bei Kauf eines Online-Tickets als Video-on-Demand gestreamt werden kann. Melden können sich Künstler aller Sparten, über die Auswahl entscheidet das Kulturbüro zusammen mit ausgewählten Vertretern der Hammer Kreativszene. Darunter sind sowohl aktive Künstler als auch Vertreter von Kulturvereinen und aus der Kreativwirtschaft.

Produktionsorte sollen das Studio von Trust Music und der Hoppegarden werden. Die Produktion der zwölf Shows soll auch mit Blick auf die Kosten innerhalb von einer Woche stattfinden.

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