Bizarre Szenen

Fußgängerzone: Dreiste Diebin klaut 26 Kleidungsstücke und Bettler das Kleingeld - dann ruft sie um Hilfe

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In der Fußgängerzone ereignete ich der kuriose Diebstahl.

Hamm - Eine einschlägig vorbestrafte Frau aus Hagen ist in Hamm aufgefallen, als sie einem Bettler das Kleingeld klauen wollte. Erst stellte sie sich selbst als Opfer des Beklauten dar, dann entdecken Polizisten weiteres Diebesgut.

"Hilfe, Hilfe!" - Wer am Donnerstag durch die Fußgängerzone in der Weststraße gelaufen ist, beobachtete gegen 13.20 Uhr eine bizarre Szene vor einem Telekommunikationsgeschäft. Das berichtet die Hammer Polizei. Dort nämlich rief eine 27-jährige Frau aus Hagen lautstark um Hilfe. Ein 35-jähriger Mann hielt sie fest - allem Anschein nach der Grund für ihren Hilferuf. Ein klarer Fall also? Nein, schildert die Polizei.

Vermeintliches Opfer ist die Täterin

Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen war tatsächlich eine Straftat geschehen. Dabei soll die junge Frau allerdings nicht Opfer sondern Täterin gewesen sein.

Der 35-jährige Mann hatte nämlich zuvor vor einem Geschäft gesessen und in einem Pappbecher Geld gesammelt. Die Hagenerin soll dann auf ihn zugegangen sein. Nicht aber, um ihm eine Spende zu übergeben. Stattdessen soll sie nach dem Becher gegriffen und ihn entleert haben. Das Kleingeld habe sie in ihre Einkaufstasche geschüttet. Angeblich dürfe sie das, soll die Frau behauptet haben.

Passantinnen helfen Bettler

Die Polizei klärt jetzt auf: Natürlich darf sie das nicht. Die 27-Jährige hat damit einen Diebstahl begangen. Der Bestohlene stand nach Polizei-Angaben daraufhin auf und hielt die Frau fest, um sie von der Flucht abzuhalten.

Eine 53-jährige und eine 82-jährige Hammerin sammelten das Geld, was teilweise auf dem Boden gefallen war, ein und übergaben es dem Bestohlenen. Das restliche übrige geklaute Geld übergaben ihm dann schließlich die hinzugerufenen Polizeibeamte.

Polizisten als "Hurensöhne" bezeichnet

Diese wurden bei der Kontrolle von der Verdächtigen unter anderem als "Hurensöhne" bezeichnet. Zudem weigerte sich die Hagenerin, ihren Namen zu nennen oder einen Ausweis vorzuzeigen. Daher wurde sie zur Identitätsfeststellung mit zur Wache genommen.

Bei der Kontrolle wurde weiteres Diebesgut im Wert von mehr als 700 Euro bei ihr gefunden; unter anderem 26 gestohlene Kleidungsstücke. Diese hatten alle noch ein Etikett. Neun Textilien konnten dem entsprechenden Bekleidungsgeschäft zugeordnet werden.

Zusätzlich hatte sie noch zehn anderen Gegenstände dabei - unter anderem einen Spiegel - bei denen es sich auch um Diebesgut handeln könnte.

Die 27-Jährige ist bereits wegen anderer Diebstahl-Delikte polizeibekannt. Sie wurde vorläufig festgenommen.

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