Wer ist Schuld und wie geht es weiter?

Fußballplatz am Maximare unbespielbar - Hoher Zaun soll Hobbykicker fern halten

Der Sportplatz neben dem Maximare ist komplett zugewuchert.
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Hase und Igel statt Stürmer und Torwart: Der Sportplatz neben dem Maximare ist komplett zugewuchert.

Hohes Unkraut und kraterförmige Löcher: Einer der Sportplätze auf dem Großen Exerzierplatz ist in einem miserablen Zustand. Schuldige hat die Stadt bereits ausgemacht: Maulwürfe und Kaninchen.

Hamm-Osten – An Fußball ist hier nicht zu denken – jeder Ball würde im Pflanzendickicht verschwinden. Waren auf dem Platz neben dem Maximare bisher außer der der Hammer Spielvereinigung (HSV) auch Hobbykicker aktiv, soll nach einer Sanierung ein hoher Zaun die Freizeitfußballer draußen halten.

Aufgefallen war der Platz den Grünen. Und denen galt er als „freies Spielfeld“, das von jedermann genutzt werden kann. Es Jugendlichen und Freizeitsportlern durch Verwahrlosung zu entziehen hielt OB-Kandidatin Arnela Sacic deshalb für „mehr als sträflich“. Bezirksvertreter Wolfgang Ruthe übte sich überdies in Ironie: „Will die Stadtverwaltung hier die naturnahe Gestaltung von Stadtgrün umsetzen, um ein hochwertiges Biotop für den innerstädtischen Artenschutz für Vögel und Insekten zu schaffen?“

„Brachfläche“ neben dem Maximare: An dieser Stelle kickten früher häufig Hobbyteams.

Bei der Stadt weiß man, dass die fragliche Fläche immer wieder von Hobby-Teams bespielt wurde. Grundsätzlich sei sie aber an die HSV vergeben, sagte ein Stadtsprecher. Die Grünpflege des Feldes habe man aufgrund von „Kaninchen- und Maulwurf-Problemen“ eingestellt. Offenbar ist das Feld von Kaninchengängen und Maulwurfstunneln durchzogen und kann nicht mehr gefahrlos bespielt werden.

So soll es mit dem Fußballplatz weitergehen:

Der Platz habe aber nie aufgegeben werden sollen, so der Sprecher weiter. Eine Sanierung werde eine höhere fünfstellige Summe kosten, das Vorhaben sei in die mittelfristige Finanzplanung des laufenden Haushaltes aufgenommen worden. Vorgesehen sind demnach Kaninchen- und Maulwurfsperren sowie ein höherer Zaun, „der den Platz vor unsachgemäßer Nutzung schützen soll“ – Hobbykicker sollen so künftig draußen bleiben.

Die Sanierung soll in den Beratungen für den Doppelhaushalt 2021/22, die gegen Ende des Jahres stattfinden, diskutiert werden. Wenn die Fläche saniert sei, so der Stadtsprecher, werde man die Grünfläche auch wieder aufnehmen.

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