Stadt Hamm verhängt Bußgelder

Füttern tabu: Brot & Co. schaden Enten, Nutrias und Tauben

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Hamm - Mit den ersten warmen und sonnigen Tagen lockt der Frühling wieder viele Hammer in die Innenstadt, in Parks und an die Gewässer. Das lockt auch Tauben, Enten und Nutrias auf den Plan, die sich von den Besuchern leicht verdientes Futter erhoffen...

Die Hoffnung der Tiere sollten die Bürger aber auf keinen Fall erfüllen, wie die Verwaltung nun noch ein mal ausdrücklich erklärt. Was gut gemeint ist, ist im Sinne des Tierschutzes nicht sinnvoll: Die angebotene Nahrung ist sehr einseitig; oftmals werden altes Brot, Brötchen oder Pommes verfüttert. Diese einseitige Ernährung führt bei den Tieren zu einem Vitaminmangel und damit zu Krankheiten, die sich schnell verbreiten. Außerdem ziehen die Reste auch Ratten und Mäuse an.

Auch Enten und Nutrias dürfen in den städtischen Parks und Anlagen nicht gefüttert werden. Tatsächlich finden Enten, Schwäne und andere Wasservögel genügend natürliche Nahrung.

Eines der Hauptprobleme bei der Fütterung von Enten und anderen Wasservögeln ist die Verunreinigung der Gewässer. Oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, dass ihnen zugeworfen wird. Brot weicht dann auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Die biologischen und chemischen Prozesse dieses Abbaus verbrauchen große Mengen Sauerstoff, der Fischen und anderen Wassertieren fehlt. Es kann dazu kommen, dass Algen stark wachsen und das Gewässer „umkippt“.

Das Füttern von Nutria, Wildtauben und Enten wird mit einem Bußgeld geahndet. Die Stadt Hamm hat zuletzt deshalb drei entsprechende „Füttern-verboten“-Hinweisschilder im Kurpark aufgestellt. - WA

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