Haftstrafe für Ladendiebin

Nach Sprung in den Kanal folgt die kalte Dusche vor Gericht

Gerichtsurteil Gericht Urteil Justiz Hamm Symbolbild
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Eine drogenabhängige Ladendiebin aus Hamm wurde zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt.

Drei Monate nach ihrer Flucht vor der Polizei inklusive eines Sprungs in den Kanal gab es jetzt für eine 36-jährige Hammerin die kalte Dusche vor dem Schöffengericht. Ein Jahr und zehn Monate Haft lautete das Urteil gegen die bereits strafrechtlich in Erscheinung getretene und drogenabhängige Ladendiebin.

Verurteilt wurde sie wegen mehrerer Körperverletzungsdelikte, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und mehrerer Diebstähle.

Die spektakulärste Tat war dabei die vom 8. Juni 2020. An jenem Tag hatte die aus Polen stammende Angeklagte zunächst an der Aral-Tankstelle an der Alleestraße eine Flasche Whisky gestohlen und hatte diese anschließend in einem Kiosk an der Sedanstraße versetzen wollen. Der Tankstellenbetreiber war ihr hinterhergeeilt und versuchte, die Frau gemeinsam mit dem Kioskverkäufer festzuhalten.

Die 36-Jährige schlug um sich und konnte davonlaufen. Wenig später stahl sie im Kaufhof fünf Packungen hochwertiges Parfüm im Wert von rund 450 Euro. Erneut wurde sie erwischt und erneut prügelte sie auf ihre Verfolger, unter anderem einen Ladendetektiv, ein. Sie lief in Richtung Kanal davon und sprang schließlich in voller Montur ins Wasser. Sie durchschwamm den Kanal, wurde aber am Mitteldeich von der Polizei festgenommen.

Seitdem hatte die Frau in U-Haft gesessen. Weitere Diebstahlstaten wurden in der Verhandlung mit abgeurteilt. Die 36-Jährige räumte die Taten ein, soweit sie sich daran aufgrund ihres Alkohol- und Drogenkonsums erinnern konnte. Der Haftbefehl wurde aufrecht erhalten.

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