Die Situation in Hamm

Fünf Corona-Tote in sieben Tagen - 30.000 Hammer noch ungeimpft

Schild gegen Corona-Impfung
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Die Gründe sind sehr unterschiedlich, aber auch in Hamm haben sich viele Menschen (noch) nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Fünf Todesfälle binnen einer Woche: Trotz aller Lockerungen und zurückkehrender Normalität bleibt das Coronavirus auch in Hamm gefährlich.

Hamm – Der insgesamt 204. Todesfall wurde am Dienstag bekannt. Eine über 50 Jahre alte Frau war am Vortag im Krankenhaus gestorben. Wie die Stadt mitteilte, hatte sie wesentliche Vorerkrankungen und war nicht geimpft. Das hatte sie mit den vier übrigen Toten der vergangenen sieben Tage gemeinsam. Auch sie waren nicht geimpft und hatten Vorerkrankungen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Ungeimpft und tot

Wie es aus dem Umfeld der Krankenhäuser hieß, war mindestens die Mehrzahl, oder waren möglicherweise sogar alle fünf Todesopfer nicht nur „mit“ Corona, sondern an der Covid-Infektion gestorben. Im Gegenzug dazu seien keine bis äußerst wenige Fälle bekannt, die geimpfte Personen betroffen hätten, hieß es weiter. Die wenigen geimpften Krankenhaus-Patienten, bei denen das Virus festgestellt wurde, seien wegen anderer Erkrankungen in Behandlung. Die Infektionen seien bei der Aufnahmeroutine im Krankenhaus festgestellt worden.

Impfquote

Die Rechnung bleibt einfach: Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Schaden kann das Virus auch in Hamm anrichten. Stadtsprecher Detlef Burrichter teilte am Dienstag die Einschätzung, dass sich derzeit noch etwa 30.000 Hammer nicht haben impfen lassen, obwohl sie es eigentlich tun könnten.

Bis Montagabend wurden in Hamm 228.793 Impfungen durchgeführt. Davon sind 122.750 Erst- und 106.043 Zweitimpfungen. 115.289 Personen sind vollständig geimpft. Das entspricht einer Impfquote von knapp 65 Prozent. Zudem wurden bislang 404 Booster-Impfungen durchgeführt.

Quarantäne

Nachdem übers Wochenende eine Vielzahl von Hammern aufgrund der neuen und gelockerten Quarantäne-Richtlinien aus der Isolation entlassen worden war, hat sich diese Entwicklung am Dienstag seltsamerweise nicht fortgesetzt. Mit 812 Personen befanden sich aufgrund der Neuinfektionen sogar zehn Personen mehr in Quarantäne als noch am Montag.

Gering war erneut die Resonanz auf das Angebot an Schul- und Kitakinder, sich als Kontaktpersonen im Ahsepark am Caldenhofer Weg mittels eines negativen Tests sofort freizutesten. Die Stadt rechnet nicht mehr damit, dass sich in den kommenden Tagen noch eine größere Nachfrage einstellen wird. Deshalb wird das Angebot zum Freitesten im Ahsepark noch bis Freitag fortgesetzt. Täglich von 10 bis 16 Uhr können sich Kinder dort freitesten lassen. Am Freitag geht dies noch von 10 bis 12 Uhr.

Der Impfbus steht am heutigen Mittwoch am Kaufland (Münsterstraße), der Impfcontainer am Technischen Rathaus.

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