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„Irgendwo in Bayern...“: Vom täglichen Wahnsinn im Hammer Straßenverkehr 

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Zum Kopfschütteln sind so manche Einsätze, mit denen sich in Hamm die Polizei beschäftigen muss.
Zum Kopfschütteln sind so manche Einsätze, mit denen sich in Hamm die Polizei beschäftigen muss. © Rother (Symbolbild)

Nicht immer sind es lediglich gewisse „Ausreißer“ aus dem Polizeialltag in Hamm, die berichtenswert sind. Manchmal muss man einfach das „große Ganze“ sehen und sacken lassen. Polizeisprecher Malte Gerwin sieht das offenbar ebenso - seine aktuelle Zusammenfassung geben wir daher hier eins zu eins im Wortlaut wieder. Viel Spaß beim Kopfschütteln!

Hamm - „Die Polizei Hamm führt täglich Kontrollen im Straßenverkehr durch, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Beispielhaft fassen wir heute einige Verstöße vom gestrigen Donnerstag, 13. Januar, zusammen. Um 10.30 Uhr gleich ein negatives Highlight. Ein 41-jähriger Mann aus Hamm wurde durch Polizeibeamte in einem Mercedes-Transporter einer Handwerksfirma auf der Ahlener Straße angehalten und kontrolliert. Seine Personalien gab er nur mündlich an, seinen Führerschein hatte er nicht dabei - seine Fahrerlaubnis habe er irgendwo in Bayern gemacht, wo, wisse er nicht genau. Einige Fragen der Einsatzkräfte später: Die Personalien waren falsch und seinen Führerschein hatte der Mann bereits 2017 abgeben müssen. Ihn erwarten nun eine Straf- sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Am Nachmittag fiel ein 47-jähriger Hammer auf der Wilhelmstraße auf. Der Mann fuhr mit seinem Golf an den Polizisten vorbei - leider stand die Ampel, vor der die Streifenwagenbesatzung wartete, auf Rot. In der folgenden Kontrolle händigte der Mann einen seit 2018 abgelaufenen Führerschein aus dem Irak aus. Nach eigenen Angaben befindet sich der 47-Jährige aktuell in einer Fahrschule.

Hat den Polizeialltag im Blick: Behördensprecher Malte Gerwin aus Hamm.
Hat den Polizeialltag im Blick: Behördensprecher Malte Gerwin aus Hamm. © Polizei Hamm

Gegen 18 Uhr folgte ein Motorradpolizist einem auffällig schnellen Roller auf der Münsterstraße - abgelesene Geschwindigkeit auf dem Polizei-Motorrad: über 70 km/h. In Höhe der Blitzeranlage bremste der 16-jährige Roller-Fahrer sein Fahrzeug auf die erlaubte Geschwindigkeit und wurde kontrolliert. Es besteht der Verdacht, dass der Roller technisch verändert wurde und der Roller wurde sichergestellt.

Eine Stunde später, gegen 19 Uhr, wurde ein E-Scooter in der Hobreckerstraße angehalten. Der Drogentest bei dem 17-jährigen Fahrer war positiv auf THC. Ihm wurde auf der Polizeiwache eine Blutprobe abgenommen.

Ein Skoda fiel Beamten gegen 22 Uhr auf der Dortmunder Straße auf. Die Kontrolle ergab: Für das Auto bestand seit mehreren Monaten kein Versicherungsschutz und ein Drogen-Test beim Fahrer zeigte positive Werte bei THC und Amphetamin. Das Fahrzeug wurde vor Ort entstempelt und der 44-jährige Fahrer musste für eine Blutprobe mit auf die Wache.

Kurz vor Mitternacht führte eine Streifenwagenbesatzung eine allgemeine Verkehrskontrolle auf der Wilhelmstraße durch. Der Fahrer, ein 19 Jahre alter Mann aus Hamm, war in Begleitung einer 23-jährigen Frau und zweier Kinder. Die Führerscheinabfrage in den Auskunftssystemen der Polizei verlief negativ - anders als ein durchgeführter Drogentest. Dieser zeigte bei THC und Kokain ein positives Ergebnis. Der 19-Jährige musste auf der Polizeiwache eine Blutprobe abgeben.

Eine Mitarbeiterin einer Tankstelle auf der Kamener Straße rief kurz vor Mitternacht bei der Polizei an. Ein Mann hat gegen 22 Uhr getankt und sein Auto, den Autoschlüssel und sein Smartphone als Pfand zurückgelassen - er wollte Geld holen, um die Tankrechnung zu bezahlen. Nach mittlerweile zwei Stunden alarmierte sie die Einsatzkräfte. Während des Gespräch der Polizisten mit der Mitarbeiterin tauchte der Besitzer des Autos wieder auf. Ein frischer Unfallschaden an der linken Fahrzeugseite des Seats machte die Beamten stutzig. Anstelle eines Führerscheins händigte der Mann den Polizisten ein Dokument von der Polizei Braunschweig zu einem Verkehrsunfall aus. Am Vortag war der Mann in einen Unfall auf der A2 verwickelt und bei der Unfallaufnahme wurde der Führerschein beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der zuständigen Autobahnpolizei kam raus: Direkt nach dem Unfall und der Beschlagnahme des Führerscheins wurde er fahrenderweise angehalten und erhielt eine Strafanzeige. Diese blieb auch nach seinem erneuten Verstoß in Hamm nicht aus.“ - WA

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