Vorfall im Dezember

Aus Frust und Verzweiflung: Mann zündet Zelle in JVA an

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Der Vorfall hatte sich am 1. Dezember 2018 in der JVA ereignet.

Hamm – Ihm sei es an dem Tag schlecht gegangen, sein Tabak sei aus gewesen und er habe sich umbringen wollen, weil er nicht mehr länger im Gefängnis sein wollte: Diese Begründung lieferte am Mittwoch ein 39-jähriger Angeklagter dem Hammer Schöffengericht für eine Verzweiflungstat, die sich am 1. Dezember 2018 zugetragen hatte.

In der Hammer Justizvollzugsanstalt hatte der gebürtig aus Bergisch-Gladbach stammende Mann seine Zelle in Brand gesetzt. Dazu hatte er Kleidungsstücke und ein Bettlaken angezündet. Der Plan, aus dem Leben zu scheiden, schlug damals allerdings fehl.

Ein JVA-Mitarbeiter bemerkte das Feuer frühzeitig und löschte es mit einem Feuerlöscher. Der Angeklagte überstand das Geschehen unverletzt, auch in der Zelle entstand nur geringer Sachschaden.

Dass er mit seinem Tun auch das Leben Anderer in der JVA hätte gefährden können, sei ihm nicht bewusst gewesen, erklärte er dem Gericht. Der Angeklagte, der bereits in früheren Jahren im Münsterland ein Haus angezündet hatte, wurde zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Er ist gehörlos, weshalb im Prozess ein Gebärdendolmetscher zugegen war. In der JVA hatte er wegen eines Raubdelikts eingesessen.

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